Wohin die Ökonomisierung der Digitalen Welt führen könnte

Der Aufstieg der digitalen Technologie wird als Lösung für viele Probleme angesehen. Einigen Visionen zufolge soll er sogar zur Herstellung eines neuen politischen und wirtschaftlichen Status quo führen.

Hier eine kleine Auswahl mit Interviews des britischen Journalisten Paul Mason, welcher der Meinung ist, „dass die Digitalisierung bei den Bürgern nicht nur eine neue Art von politischer und kosmopolitischer Identität stiften, sondern zudem dabei helfen könnte, neue Formen flexibler, dezentraler ökonomischer Modelle zu propagieren“ (E. Morozov); des US-Soziologen und -Ökonomen Jeremy Rifkin, welcher der Meinung ist, „dass durch das Internet der Dinge Waren und Dienstleistungen entstehen werden, deren Grenzkosten null betragen, wodurch sich die ökonomischen Grundlagen des Handels und des Vertragswesens fundamental verändern und uns in eine Zukunft führen werden, die dezentraler, humaner und umweltfreundlicher gestaltet sein wird“ (E. Morozov); des Google-Chefingenieurs Ray Kurzweil welcher glaubt, „dass digitale Technologien viele stagnierende Wirtschaftsbereiche, vom Bildungs- bis zum Gesundheitswesen, beeinflussen und dabei nicht nur neue Geschäftsmodelle schaffen, sondern zugleich auch die alten Institutionen wie den Wohlfahrtsstaat neu definieren werden“ (E. Morozov).

Zukunftswerkstatt – 4. Phase: Umsetzung

Auch in dieser Phase ist Kreativität und Fantasie nötig, um möglichst Erfolg versprechende und neuartige Wege zur Verwirklichung einer besseren Zukunft zu finden. Veränderungsschritte müssen konkretisiert werden. Was für Maßnahmen sollen ergriffen werden? Wer sind eventuelle Kooperationspartner? Muss Geld herangeschafft werden, wie viel und von wem? Wer tut es? Welche Alternativlösungen gibt es bei den einzelnen Schritten? Wo fehlen noch Kenntnisse zur Verwirklichung und wie kann ich sie erlangen?

Wir möchten euch einige Umsetzungsformen vorschlagen:

  1. Erfindet ein Spiel, dass verdeutlicht, welche Lösung euch vorschwebt. Die Umsetzung empfiehlt sich vor allem, wenn es sich um eine komplexe gesellschaftliche Dynamik handelt.
  2. Malt eure Ideen in einem Schaubild auf einer Metaplan-Wand auf, so dass es für Andere möglich ist, die konkrete Umsetzung nachzuvollziehen, zum Beispiel in dem ihr eine Mindmap aufmalt.
  3. Erstellt eine Präsentation, die die Realisation eurer Idee schrittweise aufzeigt.
  4. Nehmt eine Radiosendung auf, zum Beispiel, in dem ihr in einem Rollenspiel von Experten die Lösung hinterfragt und kritisch beleuchtet, nachdem ihr sie ausgeführt habt.

Zukunftswerkstatt – 2. Phase: Fantasien/Utopien

Alles ist möglich. Alle Einwände wie „das geht aber nicht, weil …“ und alle Zweifel haben Platz in der dritten Phase, der Verwirklichungsphase. Jetzt ist Raum für alle Wünsche, Träume, Ziele und Utopien. Das Auslagern aller „Aber“ in die nächste Phase hilft, der Fantasie freien Lauf zu lassen und einfach mal rumzuspinnen. Ein erster Schritt kann sein, die Kritikpunkte positiv umzuformulieren. Ihr könnt aber auch ganz neue Punkte auflisten. Auch hier kann der Materialpool bei der Ideenfindung helfen.

Zukunftswerkstatt – 1. Phase: Kritik

Sammelt auf Metaplankarten, welche Schwierigkeiten das Internet in der Zukunft mit sich bringen wird. Welche Gefahren gehen von der zunehmenden Monopolisierung aus? Wie werden Werbeplattformen aber auch Kommunikationsplattformen ihre Macht und ihre Verdienstmöglichkeiten erweitern? Wovor hast du Angst, was macht dich wütend? Nutzt für die Ideensammlung den Materialpool, den wir für euch zusammengestellt haben. Ihr habt genug Zeit, das ein oder andere Video gemeinsam anzuschauen. Wenn ihr nicht weiter kommt, wendet euch an einen der Referenten.

Fragen zur Dokumentation Codename: GNU-Linux

Fragen zur Dokumentation Codename: GNU-Linux:

Was ist Linux?

Was ist Open Source?

Was treibt die Community an?

Wie wirkt sich die Kommerzialisierung des Internets auf seine Architektur aus?

Wo sind gesellschaftliche Orte, in denen dieser Idealismus aufgegriffen wird? (CCC, Cryptoparty, Homebrew Computer Club)

Wie wird die Kostenloskultur im Kapitalismus adaptiert?

Was bleibt übrig von dem Phänomen Linux?