Die Web 2.0 Hausordnung

Anhand von Fallbeispielen versuchten wir eine Web 2.0 Hausordnung zu erstellen.
In diesem Kontext ging es unter anderem um das Recht am Bild, Persönlichkeitsrechte und Urheberrecht.

Und hier findet ihr eure Web 2.0 Hausordnung:

dos:
– Fotos/Videos: vor Veröffentlichung ist ok einzuholen
– Tweets, die Personen zitieren – ohne vollständigen Namen
– respektvoller Umgang mit Bildern
– deutlich machen, wenn Aufnahmen gemacht werden
– Fotos auf Blog ok, wenn Beiträge, die Fotos enthalten, passwortgeschützt sind
– Fotos, die Seminarsituation/-inhalt wiedergeben, sind ok
– Fotos mit mehreren Teilnehmenden sind ok

don’ts:
– keine Einzelaufnahmen mit Namen
– kein Facebook
– keine Zensur der (Blog-) Beiträge
– keine heimlichen Aufnahmen
– keine ständigen Aufnahmen

Webkids-Manifesto vs. Digitale Demenz

Webkids vs Digitale DemenzIn der ersten  thematischen Seminareinheit befassten wir uns mit dem Konflikt zwischen Webkids und Digitaler Demenz.

In zwei Kleingruppen wurden zunächst die beiden konträren Positionen erarbeitet.
Dabei wurden die zentralen Thesen von Czerski (Webkids-Manifesto) und Spitzer (Digitale Demenz) herausgearbeitet um diese in einer anschließenden Diskussion gegenüberzustellen.

zentrale Aussagen Czerski:
-Internet ist Teil der Wirklichkeit und des Lebens (kein Unterschied mehr zwischen online und offline)
– das Internet sind wir (jeder kann daran teilhaben und diesen Kulturraum mitentwickeln)
– wir sind mit dem Internet als digital natives groß geworden
– wir müssen keine Informationen mehr sammeln, denn sie sind jederzeit im Internet verfügbar
– Generation Webkids hat eine globale kulturelle Identität, Internet ist ein Kulturraum
– Internet ist Teilhabe am kulturellen Leben
– Internet ist ein hierachiefreier Raum und führt somit zu mehr Demokratkie und Teilhabe; Kritik an bestehenden hierachischen Strukturen
Contra Czerski:
– digital divide: wer kann das Internet überhaupt nutzen/Zugangsvoraussetzungen?
– Soziale-Frage
– gibt es überhaupt  „die digital natives“?

zentrale Aussagen Spitzer:
– online sein macht dumm
– ab einem gewissen Alter (3 Jahre) lernen Kinder über Medien
– Lernen funktioniert nur über den sozialen Prozess und nicht über eine Lernsoftware
– Internet ist gar nicht so übel, wenn Internet nicht den analogen Dialog ersetzt.
Contra Spitzer:
– Vermengung sämtlicher Anwendungen des Sozialen Internets
– Diskrepanz zwischen Körper, Geist und Medien
– keine Unterscheidung, welche Medien für welche Zwecke genutzt werden können

Fazit:
– Spitzer und Czerski denken in einem schwarz-weiß-Schema, die aktuelle Situation ist aber eher grau, weit entfernt von einem digital-native-Tum aber auch von der digitalen Demenz
– das Internet ist nicht gut oder schlecht
– für Pädagoginnen und Pädagogen ist es wichtig die „Universal-Maschinen“ Computer und Internet zu verstehen und diese richtig einzusetzen

Hier noch ein mal die Links zu den beiden Texten:
Czerski: Webkids-Manifesto
Spitzer: Digitale Demenz