Wordcloud als pädagogische (Einstiegs-?) Methode

Was ist das? Die grafische Darstellung eines Textes, wobei die häufig vorkommenden Worte abgestuft fetter bzw. dünner erscheinen. Als erstes sieht es einfach GUT aus, ist eine Abwechlung für das Auge neben den üblichen Kopien etc. und würde – so hoffe ich – erst mal Aufmerksamkeit und Neugier wecken.

Ich würde die TeilnehmerInnen drüber spekulieren lassen, was sie dort eigentlich sehen, würde z.B. die ersten Paragrafen eines Gesetzestextes nehmen, eines Einführungsartikels zum Thema, … das müsste – würde ich einfach ausprobieren. Eure Ideen und Anregungen sind hochwillkommen!

In der Erzeugung sind die Tools, also die Software, relativ wenig aufwändig. Ausprobiert haben wir:

alles kostenlos runterladbar. Ausgangspunkt ist ein Worddokument, das in das entsprechende Feld der Software eingefügt wird. Die Wordcloud erzeugt sich selbstständig, kann natürlich in Farbstellungen, Schrifttype, Umrißformen, Wörter horizontal oder vertikal darstellen etc. den jeweiligen Wünschen angepasst werden.

Ausdruck und Versand der Grafiken sind unterschiedlich möglich, nötig und präzis, je nach Software können die Motive auf Tassen, T-Shirts usw. gedruckt werden.

Achtung: es kann nötig sein, im Browser JAVA und Silverlight zu aktualisieren. Das kostet u. U. einige Zeit, nicht verzagen und zwischendurch einen Kaffee oder Kräutertee trinken!

Damit die geneigte Leserin, der geneigte Leser eine Vorstellung hat: so könnte es aussehen!

SPDcloud2

Kein Unterschied zwischen online und offline?

Mir scheint, den Unterschied bemerkt man spätestens dann, wenn einem ein wenig Abwurfmunition ganz real um die Ohren fliegt: ohrenbetäubender Krach, Lichtblitz, Gestank und Atemnot, die Umgebung wackelt, Geschrei, Angst usw. Man ist ganz bei sich, und nur bei sich – offline total.

Kriegerdenkmal Florac

„Das Internet sind WIR“ – ICH bin es nicht. Dauernd unter Strom stehen – igittigitt.

Identitätsfragen sind Polizeifragen. Was zur Hölle soll bitte schön eine „globale kulturelle Identität“ sein? Frage Deine NSA…

 

Infografiken selbst machen und machen lassen: Visualisierungen mit Web-Tools erstellen

Screenshot piktochart.com

eine Infografik


Die Infografiken in Zeitungen und Zeitschriften sehen oft einfach schick aus – unabhängig von ihrer Aussagekraft. Wer gute Ideen hat, kann sich auch ganz ohne Kenntnisse eines Grafikprogramms an diese Infografiken wagen. Einsatzbereiche für Infografiken sind Bildschirmpräsentationen und Lehrmaterialien, aber auch (Online-)Arbeitsblätter, auf denen Lernende ihre eigenen Informationen zum Thema ergänzen können. Wir stellen drei Web-Tools vor, die man mit wenig Einarbeitung nutzen kann. Außerdem zeigen wir in einem Video exemplarisch die Funktionsweise. Weiterlesen

„Datenschutz nach PRISM und XKeyscore“ mit Rena Tangens und padeluun

Die Enthüllungen von Edward Snowden haben eine neue Debatte über die Sicherheit unserer persönlichen Daten im Internet entfacht. PRISM, Tempora und XKeyscore sind seither fast Jedem ein Begriff.

PRISM, Tempora, XKeyscore, Datenschutz?

CC by 3.0 by Anna Mosler

Am 27.08.13 ab 20.30 Uhr hat sich auch der Hattinger Mediensommer mit diesem Thema auseinandergesetzet – in diesem Kontext sprachen Rena Tangens und padeluun über „Datenschutz nach PRISM und XKEYscore“. Dabei fragt der Vortrag unter anderem nach den Verstrickungen der Geheimdienste mit den großen Internetanbietern.

HIER könnt ihr die Aufzeichnung anschauen:

„Social Media im Wahlkampf“ mit Prof. Bieber

Livestream Materialschlachterei

Livestream Materialschlachterei

Der Wahlkampf befindet sich im Endspurt und der Mediensommer in Hattingen ist heute Abend 20.00 Uhr live dabei – Prof. Dr. Christoph Bieber spricht heute Abend über: „Likes, Tweets, Video – was passiert im Social Media-Wahlkampf auf den letzten Metern bis zur Wahlentscheidung? Beeinflussen „persönliche öffentlichkeiten“ in sozialen Netzwerken die Präsentation und Vermittlung von Kampagneninhalten Kampagnenkommunikation in Echtzeit: kann #twitter Kampagnenformate ergänzen und erweitern?“

Im Anschluss an den Vortrag steht Herr Bieber für eine Diskussion zur Verfügung. Fragen und Anmerkungen zum Vortrag können über den Hashtag #meso13 via Twitter beigesteuert werden.

Die Aufzeichnung des Livestream findet sich hier:

Die Web 2.0 Hausordnung

Anhand von Fallbeispielen versuchten wir eine Web 2.0 Hausordnung zu erstellen.
In diesem Kontext ging es unter anderem um das Recht am Bild, Persönlichkeitsrechte und Urheberrecht.

Und hier findet ihr eure Web 2.0 Hausordnung:

dos:
– Fotos/Videos: vor Veröffentlichung ist ok einzuholen
– Tweets, die Personen zitieren – ohne vollständigen Namen
– respektvoller Umgang mit Bildern
– deutlich machen, wenn Aufnahmen gemacht werden
– Fotos auf Blog ok, wenn Beiträge, die Fotos enthalten, passwortgeschützt sind
– Fotos, die Seminarsituation/-inhalt wiedergeben, sind ok
– Fotos mit mehreren Teilnehmenden sind ok

don’ts:
– keine Einzelaufnahmen mit Namen
– kein Facebook
– keine Zensur der (Blog-) Beiträge
– keine heimlichen Aufnahmen
– keine ständigen Aufnahmen

Webkids-Manifesto vs. Digitale Demenz

Webkids vs Digitale DemenzIn der ersten  thematischen Seminareinheit befassten wir uns mit dem Konflikt zwischen Webkids und Digitaler Demenz.

In zwei Kleingruppen wurden zunächst die beiden konträren Positionen erarbeitet.
Dabei wurden die zentralen Thesen von Czerski (Webkids-Manifesto) und Spitzer (Digitale Demenz) herausgearbeitet um diese in einer anschließenden Diskussion gegenüberzustellen.

zentrale Aussagen Czerski:
-Internet ist Teil der Wirklichkeit und des Lebens (kein Unterschied mehr zwischen online und offline)
– das Internet sind wir (jeder kann daran teilhaben und diesen Kulturraum mitentwickeln)
– wir sind mit dem Internet als digital natives groß geworden
– wir müssen keine Informationen mehr sammeln, denn sie sind jederzeit im Internet verfügbar
– Generation Webkids hat eine globale kulturelle Identität, Internet ist ein Kulturraum
– Internet ist Teilhabe am kulturellen Leben
– Internet ist ein hierachiefreier Raum und führt somit zu mehr Demokratkie und Teilhabe; Kritik an bestehenden hierachischen Strukturen
Contra Czerski:
– digital divide: wer kann das Internet überhaupt nutzen/Zugangsvoraussetzungen?
– Soziale-Frage
– gibt es überhaupt  „die digital natives“?

zentrale Aussagen Spitzer:
– online sein macht dumm
– ab einem gewissen Alter (3 Jahre) lernen Kinder über Medien
– Lernen funktioniert nur über den sozialen Prozess und nicht über eine Lernsoftware
– Internet ist gar nicht so übel, wenn Internet nicht den analogen Dialog ersetzt.
Contra Spitzer:
– Vermengung sämtlicher Anwendungen des Sozialen Internets
– Diskrepanz zwischen Körper, Geist und Medien
– keine Unterscheidung, welche Medien für welche Zwecke genutzt werden können

Fazit:
– Spitzer und Czerski denken in einem schwarz-weiß-Schema, die aktuelle Situation ist aber eher grau, weit entfernt von einem digital-native-Tum aber auch von der digitalen Demenz
– das Internet ist nicht gut oder schlecht
– für Pädagoginnen und Pädagogen ist es wichtig die „Universal-Maschinen“ Computer und Internet zu verstehen und diese richtig einzusetzen

Hier noch ein mal die Links zu den beiden Texten:
Czerski: Webkids-Manifesto
Spitzer: Digitale Demenz