Seminarbeschreibung

Digitalisierung kann in der gewerkschaftlichen Bildung genutzt werden, um grundlegende pädagogische Anliegen unserer Bildungsarbeit in der Praxis umzusetzen. Der Einsatz digitaler Werkzeuge fördert die Hinwendung zu deutlich mehr beteiligungs- und projektorientierten Formaten. Sie erweitern die Möglichkeiten der TrainerInnen, die Verantwortung für den Lernprozess in die Hände der Lernenden zu legen. In Projekten lernen die KollegInnen neben den vorgesehenen Inhalten, miteinander problemlösend zu kooperieren. Die Erweiterung des Methodenrepertoires durch die Berücksichtigung digitaler Medien schafft dabei eine Lernumgebung, in der TrainerInnen zunehmend in die Rolle der ModeratorInnen selbstorganisierter Lernprozesse schlüpfen können. Sie helfen bei Fragen, sie sortieren die Arbeitsstände und Ergebnisse ein und sie motivieren die Gruppe, bei der Fertigstellung ihres (Lern-)Projekts. Gleichzeitig werden auch digitale Kompetenzen aller Beteiligten abgerufen bzw. gefördert, und so unter anderem auch auf Herausforderungen der allgemeinen Digitalisierung reagiert.
Die Rolle, die die Digitalen Medien bei der Aktivierung der Teilnehmenden einnehmen sowie die Art und Weise ihres Einsatzes sind allerdings häufig nicht ganz klar. In unserem Workshop wollen wir beispielhaft und praktisch an der Klärung diesbezüglicher Fragestellungen arbeiten.