Archiv der Kategorie: Screencast für Lehrertools

Neue Medien- Kinder wissen mehr als ihre Eltern

Neue Medien- Kinder wissen mehr als ihre Eltern

Die technologischen Entwicklungen werden immer schneller erneuert und verbessert.

Viele Schüler sind ihren Lehrern im Jahr 2013 in Sachen Computern, Smartphones usw. in jeglichen Hinsichten überlegen. Die neue Generation wächst mit den modernen Kommunikationsmöglichkeiten auf, wie ihre Eltern einst mit Büchern und Briefen. Da kommt die Frage auf, wie es den Lehrern möglich sein soll etwas zu lehren was sie selbst kaum beherrschen.

Heute sind es nicht mehr die Eltern, die den Kindern bei Schulproblemen helfen, sondern die Kinder helfen den Eltern im Umgang mit dem Internet. Studien zeigen, dass viele ältere Menschen ab 50 nun auch versuchen sich im World Wide Web zurechtfinden. ( http://www.ard-zdf-onlinestudie.de/fileadmin/Online12/0708-2012_Eimeren_Frees.pdf )

Nicht nur die Voklshochschulen bieten EDV- Kurse an (https://www.duisburg.de/vhs_duisburg/aktuelles/nachrichten/102010100000235374.php ), sondern ebenso kirchliche Institutionen versuchen den Anschluß an die Moderne zu finden, indem sie den richtigen Umgang mit mobilen Endgeräten lehren ( http://www.volksfreund.de/nachrichten/region/gerolstein/kurz/Kurz-Den-Umgang-mit-Handy-und-Smartphone-lernen;art8069,3487048 ) .

Wer sich also weiterbilden will in diser Hinsicht, um nicht länger im Schatten der jüngeren Generationen zu stehen hat heute viele Optionen dieses freiwillig und kostenkünstig zu tun.

So können Jung und Alt bald wieder auf einem Niveau kommunizieren, chatten und sich bilden!

 

Socrative – Live TED im Klassenraum

In dem folgenden Beitrag möchte ich Ihnen das Abstimmungstool Socrative vorstellen, seine Möglichkeiten aufzeigen und Ihnen mit Hilfe von Tutorial-Videos die Benutzung erklären.

Socrative ist ein kostenloses Abstimmungstool. Das heißt, Sie als Lehrende haben die Möglichkeit Ihre Klasse mit verschiedensten Aufgaben, Aktivitäten, Quizzen und sogar Spielen zu aktivieren. Es können alle Schülerinnen und Schüler in die Aktivitäten eingebunden werden, denn Socrative funktioniert auf jedem Gerät und mit jedem Webbrowser. Auch wenn nicht alle Schülerinnen und Schüler ein Gerät wie zum Beispiel ein Smartphone, ein Tablet, ein Netbook, ein i-Pod Touch oder Sonstiges dabei haben, können diejenigen, die ein Gerät mit haben, es nach Aufgabenbearbeitung weiterrreichen und ihre Mitschülerin oder ihren Mitschüler teilnehmen lassen. Es ist also nicht nötig, dass die Klasse voll ausgestattet ist.

Socrative_Roomnumber2

Quelle: socrative.com

Die Lehrenden loggen sich in ihren Teacher-Account (t.socrative.com) ein und wählen eine Aufgabe aus, die die Schülerinnen und Schüler bearbeiten sollen.

Dazu müssen sie lediglich „m.socrative.com“ in ihren Browser eingeben und dann anhand der Raumnummer den Raum des Lehrenden betreten. Es ist nicht erforderlich, dass sich die Schülerinnen und Schüler eigene Accounts anlegen. Sie als Lehrperson sind die einzige Person die einen Account braucht (und der ist kostenlos).

Haben die Schülerinnen und Schüler nun Ihrem Raum betreten, können sie in Echtzeit mit dem von Ihnen bereitgestellten Content interagieren. Dabei sind zum Beispiel folgende Lernszenarien denkbar:

1. Sie möchten Vorwissen abfragen und stellen der Klasse Fragen. Diese Fragen können Sie sich anhand von Multiple-Choice (A bis E), Richtig/Falsch oder kurzen Freitext-Eingaben beantworten lassen (dazu mehr in den Tutorial-Videos). Gleiches können Sie natürlich auch während des Unterrichts machen und somit Verständnisfragen klären.

2. Sie können ein Stimmungsbild einholen um zu erfassen, ob Ihre Schülerinnen und Schüler noch mitkommen oder einzelne Elemente des Unterrichts noch unklar sind.

3. Lassen Sie die Schülerinnen und Schüler Präsentationen gegenseitig bewerten. So bekommen die Schülerinnen und Schüler ein direktes Feedback der gesamten Klasse. 

4. Sie können Ihre Schüler Vorhersagen treffen lassen, wie beispielsweise ein Experiment möglicherweise ausgeht oder Situationen enden o.Ä. Lassen Sie sich Vorhersagen der Ergebnisse geben und diskutieren Sie diese. Warum glauben die Schülerinnen und Schüler an das Ergebnis X? Hat es sich nach Beendigung des Experiments bewahrheitet?

5. Lassen Sie Ihre Schüler in Teams gegeneinander im Wissensquiz antreten („Space Race“, näheres dazu im Tutorialvideo). Hier könnte mit kleinen Prämien oder Ähnlichem gearbeitet werden.

6. Aber auch die klassische Ergebnissicherung am Ende der Stunde kann mit Socrative absolviert werden. Es gibt ein „Exit-Ticket“, in dem die Schülerinnen und Schüler ihren Namen angeben, mitteilen wie gut sie den heutigen Lernstoff verstanden haben, was sie in dieser Stunde gelernt haben und noch eine kleine Aufgabe, die von den Lehrenden gestellt wird, beantworten. Natürlich können Sie auch ein „Exit-Ticket“ mit eigenen Fragen erstellen. Mit den „Exit-Tickets“ haben Sie die Möglichkeit die Ergebnissicherung am Ende der Stunde von jedem Schüler zu erhalten und bekommen einen Überblick, was bei den Schülern angekommen ist und bei wem noch Verständnisschwierigkeiten vorliegen. Es ist quasi ein Feedback für Ihren Unterricht und eine gute Reflexion für die Schüler.

Weitere Anwendungsszenarien sind zum Beispiel auf der Seite von Socrative selbst zu finden, unter http://www.socrative.com/garden/.

Das tolle an dieser interaktiven Methode ist, dass Ihnen die Ergebnisse direkt und visuell dargestellt werden. So können Sie sehen, wie die Antwortquote ausgefallen ist, wie viele Fragen richtig beantwortet wurden, wie viele Schülerinnen und Schüler teilgenommen haben, wie die Stimmung ist, usw. Diese Ergebnisse können Sie direkt als Exceltabelle runterladen oder sich den Bericht per Email senden lassen. Sie haben also die Möglichkeit die Ergebnisse direkt und vor Ort mit Ihren Schülerinnen und Schülern zu besprechen, können aber auch zu Hause in Ruhe die Nachbereitung der Stunde machen und haben die Antworten der Schülerinnen und Schüler in Form einer Tabelle vorliegen.

Desweiteren können Sie auch mit Kolleginnen und Kollegen kooperieren, indem Sie ihre Quizze untereinander teilen. Jedes von Ihnen erstellte Quiz hat eine Nummer (SOC-Number), die sie Ihren Kolleginnen und Kollegen mitteilen können, welche dann in ihrem eigenen Account das Quiz anhand der SOC-Number importieren können. So können Sie sich untereinander austauschen und Ihre Arbeit teilen.

Socrative gibt es online nur als englischsprachige Version. Falls dies für Sie ein Hindernis darstellen sollte, gibt es eine (zwar nicht ganz gleiche) deutschsprachige Alternative: ARSnova. ARSnova ist ebenfalls ein Abstimmungstool, entwickelt für Dozentinnen und Dozenten in der Hochschule, zur Abstimmung im Hörsaal. Es ist aber ebenfalls eine freie, kostenlose, Open Source Software. Für weitere Informationen, didaktische Überlegungen und Bedienungshinweise besuchen Sie folgenden Link: http://blog.mni.thm.de/arsnova/videos/

Für Socrative sind auch kostenlose Apps für Lehrer/innen und Schüler/innen erhältlich, die aber keine zusätzlichen Funktionen bieten. Für Android-Geräte gibt es die Socrative App nur auf Englisch. Als Besitzer eines Apple-Gerätes können Sie sich auch eine kostenlose App auf Deutsch herunterladen.

Und nun zu den Videos….

Teil 1: Socrative – Mit einfachen Fragen Schülerinnen und Schüler aktivieren 

Teil 2: Socrative – Wie erstelle ich ein Quiz

Teil 3: Socrative – Space Race

Vielen Dank für Ihr Interesse!

 

Today´s Meet

Today’s Meet im Unterricht

Der Einsatz von elektronischen Geräten aller Art, wie zum Beispiel Smartphones, Tabletts usw. im Klassenzimmer wird immer beliebter. Viele Lehrer sind im Umgang mit den technischen Erneuerungen und deren didkaktischen Nutzung allerdings sehr unsicher. Today’s Meet ist ein kostenloses Tool http://todaysmeet.com/ , das Lehrer zur Erleichterung im Unterricht einsetzen können. Hierbei handelt es sich um einen virtuellen Raum, den der Lehrer temporär existent sein lassen kann. Es ist eine Art Chatroom, ein live stream, indem sich die Schüler mit dem Lehrer austauschen können. Nicht nur die einfache Anwendung von TodaysMeet macht die Nutzung attraktiv, sondern auch die sozialen bzw. kommunikativen Vorteile, die dadurch entstehen.

So ist es beispielsweise für introvertierte, schüchterne Schüler einfacher online aktiv aufzutreten als sich im klassischen Unterricht zu melden. Today’s Meet bietet auch die Optionen Links und andere Verweise in den Room zu stellen und so die Thematiken voranzutreiben. Ältere Beiträge können jederzeit wieder nachgelesen werden und zur erneuten Diskussion aufgenommen werden. Today’s Meet ist also ein Tool, dass die Lehrer im allgemeinen Unterricht untersützen kann und vorallem für die Schüler eine Chance bietet sich auf eine neue Art und Weise im Unterricht einzubringen. Für die Lehrer ist es mehr als nur moderieren, sicherlich ist auch einiges an Konzentration von Nöten. Doch alles in Allem ist dieses Tool sehr nützlich.

Lernen mit neuen Medien?

Lernen mit neuen Medien. Lernen mit neuen Medien? Lernen mit neuen Medien! Fast nichts begleitet den Alltag der Jugend so stark wie Handy, Facebook, Internet und Co. So berichtet die KIM-Studie, dass mit 93 Prozent bei den Zwölf- bis 13-Jährigen schon fast alle zu den Internetnutzern zählen (auch interessant: Jim-Studie). Warum sollte man sich diese Tatsache dann nicht zu Nutzen machen und die Medien auch in den Schulalltag implementieren? Die Jim-Studie 2009 zeigte, dass die Haushalte in denen Jugendliche leben voll ausgestattet sind. Es ist also nicht nötig, bzw. das Argument man würde finanziell schwächere Familien nötigen, Geld für Geräte ausgeben zu müssen, damit die Kinder in der Schule damit arbeiten können, ist nicht richtig. Diese Studie zeigt, dass die Jugend von heute bestens ausgestattet ist. Diese Tatsache könnten die Schulen als Vorteil nutzen und die Medien in den Klassenraum bringen, ohne für viel Geld einzelne Klassen auszustatten mit Geräten die zum Zeitpunkt der Anschaffung schon wieder veraltet sind. Dafür benötigt es allerdings ein Umdenken der Gesellschaft, der Schule  und auch der einzelnen Haushalte. ABER: für das Arbeiten und Lernen mit Medien gibt es tausend gute Gründe, von denen hier nur ein paar aufgezählt werden sollen. Der Unterricht mit Internet und Co. macht es Jugendlichen, die sonst eher passiv sind möglich, sich auf eine ganz neue Art und Weise in den Unterricht einzubringen und sich zu entfalten. Die Arbeit mit Medien lässt zu, dass stärker in Projekten und Gruppen gearbeitet werden kann und so die Schüler sich stärker gegenseitig bei Problemen jeglicher Art (Technik, Verstehen, Organisation, etc.) helfen können. Demzufolge findet eine stärkere schülerzentrierte Kommunikation statt, die mit Sicherheit wertvoller ist als passiv den Lehrervortrag zu konsumieren. Die Schüler lernen selbstständig zu Arbeiten und übernehmen Verantwortung für ihr eigenes Handeln und die erarbeiteten Ergebnisse. Des Weiteren erkennen die Schüler, dass der Umgang mit Medien hilfreich für ihr weiteres Leben ist und Medienkompetenz immer mehr an Stellenwert gewinnt. Natürlich gibt es auch Nachteile, beziehungsweise Gefahren bei der Nutzung von Medienangeboten, allerdings nur, wenn diese unreflektiert geschieht und nicht begleitet wird. In dem Projektseminar versuchen wir nun den motivierten Lehrern, die bereit sind die Medien in ihren Klassenraum zu lassen, Ideen zu bieten ihren Unterricht zu bereichern. Denn auf der einen Seite sind die Verfechter der neuen Medien und auf der anderen Seite die Politik, die keine Gelder für eine gute Ausstattung der Schulen bereitstellen, sowie die Lehrerausbildung die noch völlig veraltet ist und die heranwachsenden Lehrkräfte nicht zeitgemäß ausbildet. An dieser Schnittstelle versuchen wir einen kleinen Input zu liefern und werden kurze Videos anbieten, in denen wir Werkzeuge vorstellen, mit denen die Lehrer die sich verändern wollen ihren Unterricht aufpeppen können, wie zum Beispiel ein Abstimmungstool (Socrative, ARSnova) oder ein Online-Unterrichtsgepräch (TodaysMeet).