Archiv der Kategorie: Raspberry Pi

Raspberry Pi® und GCompris in einem Image

Im Rahmen unseres Medienprojekts haben wir für den Raspberry Pi® nicht nur das Image „Minecraft“ (VERLINKUNG!), sondern auch das Image „GCompris“ erstellt.

Was ist GCompris?

GCompris ist eine freie Lernsoftware für Kinder von 2 bis 10 Jahren. Sie bietet den Kindern einen geschützten Raum, um spielerisch zu lernen. Es gibt Spiele, die den Umgang mit dem Computer schulen (Tastatur, Maus), Übungen zu Mathematik, Naturwissenschaft, Leseübungen uns vieles mehr. Guido Brombach sieht in GCompris ein Chance für eine „spielerische Integration digitaler Medien“ (Computer für Kinder ab 2 Jahre) in das Leben junger Menschen. Er betont zudem: „Aber sie brauchen die Zeit um das Medium auf ihre Weise zu verstehen. Die Vielzahl an Spielen gibt den Kindern die Möglichkeit, sich auf ihre Art dem Medium auseinanderzusetzen. Das sieht dadurch bei jedem Kinder auch anders aus.“ (Computer für Kinder ab 2 Jahre) GCompris bietet den Kindern einen kindgerechten Einstieg in den Umgang mit dem Computer und in ein computergestütztes Lernen. Zudem haben sie die Möglichkeit viele unterschiedliche Spiele auszuprobieren und sich mit verschiedenen Themen auseinanderzusetzen. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass sich die Kinder nur in der Lernsoftware aufhalten und nicht „im Computer selbst“ oder im Internet. GCompris erklärt sich sowohl für Erwachsene als auch für Kinder „wie von selbst“ und ist daher auch für Kinder geeignet, die noch nicht lesen können. Des Weiteren „reagieren“ die Übungen auf die Aktionen der Kinder. Sie enthalten entsprechendes Feedback, wenn die Aufgabe richtig gelöst wurde oder wenn nicht. Die Kinder können so ihren Lernfortschritt selber beobachten und Entwicklungsschritte bemerken. Bei diesem Prozess spielt der bereits oben erwähnte Aspekt „Zeit“ wieder eine entscheide Rolle. Da die Themenwahl so breit gefächert ist – von einfachen Rechenaufgaben oder Leseübungen hin zu Konzentrationsübungen oder die Steuerung eines U-Bootes – bietet sich dieses Lernspiel an, um es ergänzend im Unterricht an Grundschulen einzusetzen.

Mit dem vorbereiteten Image, das bald zum Download zur Verfügung steht, kann sofort gearbeitet werden. Mit dem Raspberry Pi® und ensprechender Hardware lässt sich GCompris direkt über den Desktop öffenen und die Lernsoftware startet. (Es handelt sich zwar um die kostenlose Version, aber selbst diese bietet 45(!) verschiedene Lernspiele an. Die Vollversion enthält 107.) Auch das Betreibssystem „wheezy“ ist für diesen Zweck eingerichtet und bedarf, für den Einsatz von GCompris, keiner weiteren Justierung. Wir wollen Ihnen keine weiteren Instruktionen oder Aufgabenbeispiele für die Arbeit mit GCompris geben, wie wir es bei Minecraft machen (VERLINKUNG!), sondern empfehlen Ihnen, sich selber durch das Lernspiel „zu klicken“ und zu entdecken, welche Übung für Ihre Schüler und Schülerinnen geeignet sein können. Hier aber ein erster Eindruck.

Raspberry Pi®-Projekte in Schulen

Es gibt ein paar Projekte mit dem Raspberry Pi® in Schulen. Im letzten Blogeintrag wurde bereits das Projekt „Girls for Raspberry Pi®“ vorgestellt. Nun sollen weitere dargestellt werden. Ausgewählte ausführlicher, andere werde ich (um den Rahmen nicht zu sprengen) nur verlinken:

Raspberry Pi Primary school children get coding(2012)                                                    Vor allem, wenn es darum geht, Kindern eine erste Begegnung mit dem Programmieren zu ermöglichen und ein technisches Grundverständnis zu vermitteln, kommt der Raspberry Pi® besonders in Großbritannien oder den USA zum Einsatz. Letztes ist ja schon allein dadurch gegeben, dass der Computer selbst „nackig“ ist, also nicht in einem Plasikgehäuse, wie beim Heimcomuter oder Laptop, versteckt ist. „[…] Yes, this is good! I can see what`s inside. […]“* betont ein Schüler der St. Matthew´s Curch of England Primary School in Surbito, Surrey. Die „Pi evangelists“ wollen die Kinder mit Hilfe von Python an das Programmieren heran führen und sie diesbezüglich ermutigen und fördern. Dr. Sue Black von der togo Foundation ist davon überzeugt, dass 7-Jährige programmieren können und sogar 5-Jährige schon verstehen könnnen, dass Algorithmen „[…] a set of instruction […]“* sind. (*https://www.youtube.com/watch?v=KdTwQXre1DU)

Auch die Erfahrungen am Swallow Hill Community College in Leeds, England, bestätigen die Erfarungen der „Pi evangelists“, dass junge Kinder (hier ist von 11-Jährigen die Rede) das Programmieren lernen können. Zudem beobachtete Mike Powel (Technical Development Manager, Premier Farnell), was ihn selber sehr beeindruckt: „[…] even the quieter children kind of sitting there just absorbing it and then they come up with a „killer-question“, which really shows that they`ve been paying attention […]“. Der Assistant Principal Bryan Pearce fordert zudem die Überarbeitung des Curriculum bzgl. des Informatikunterrichts, mehr dazu im Video (Minute 2:34 bis 2:22). Sowohl Lehrer*innen als auch Schüler*innen betonen den Aspekt der Selbständigkeit. Das Prinzip „Problem – Problemlösung“ und der Prozess, der sich dazwischen befindet, scheint vom Programmieren auf andere Bereiche übertragbar zu sein. Die Schüler*innnen erlebten beim Programmieren Erfolge, die sich positiv auf sie selbst und ihr Lernverhalten auswirkte.

The Richard Pate School Raspberry Pi Projekt (2013)                                                         Die Schüler*innen der Richard Pate School erkannten ein Alltagsproblem der älteren Generation oder Menschen mit Behinderung, wenn es darum geht die Eingangstür zu öffnen. So entwickelten sie mit Hilfe des Raspberry Pis® eine Lösung – ein Door Answering System, das mit Codes arbeitet. Sehr spannend!

Neben der Schule: „Raspberry Jamboree 2013: Amy Mather – Conway’s Game Of Life“        Nicht nur für den oben zitierten Schüler scheint der Raspberry Pi® einen ganz besonderen Reiz zu haben, sondern auch für Amy Mather (13 Jahre), die im März diesen Jahres ihr Raspberry Pi® beim Raspberry Jamboree in Manchester, England, vorgestellt hat. Sie ist mittlerweile sehr bekannt in der „Raspberry Pi®-Szene“ und wurde von The MagPi interviewt: „I think that if the Raspberry Pi and Arduino were incorporated into ICT lessons […] then that could show them that programming can actually help you create some pretty awesome stuff. […] No, unfortunately there aren`t any Raspberry Pis in my school at all, but I`d like to change that ;)“ (Mather, S.5).

Weitere interessante Projekte:

– Eben Upton am Chesterton Community College in Cambridge: „Raspberry Pi`s first school trip“ (2012)

– Leon Curch interviewt Pete Wood über „Raspberry Pi® in Education“: „Raspberry Pi for Education“ (2012)

– Workshop an der University of Manchester School of Computer Scienes mit STEMnet: „Raspberry Pi workshop in School with STEMnet“ (2012)

– Alex Bradbury beim Raspberry Jamboree: „Alex Bradbury – Deploying Raspberry in a classroom“ (2013)

– Tobias Hüber: „Unterrichten mit dem Raspberry Pi“ (2013)

Minecraft im Unterricht

 

Minecraft Titelbild

Was ein bisschen “Laissez- faire“ anmutet, hat durchaus einen anspruchsvollen Hintergrund. Minecraft im Unterricht soll die Schüler, nicht nur, unterhalten, sondern sie spielerisch animieren sich mit verschiedenen Unterrichtsinhalten auseinanderzusetzen.

Es finden sich mittlerweile einige Beispiel, die beweisen, dass diese Idee erfolgreich umgesetzt wurde.

Wir werden in unserem nächsten Blog Minecraft- Images mit konkreten Unterrichtsinhalten für die Fächer Deutsch, Mathematik und Sachunterricht einstellen, die Lehrer dann auf ihre SD- Speicherkarte laden können, um sie mit dem Raspberry Pi im Unterricht einzusetzen.

 

„Wir möchten, dass der Raspberry Pi® Zugang zu den Schulen bekommt und im Unterricht eingesetzt werden kann“… und wir wissen jetzt auch wie!

Da es sich um meinen ersten Blogeintrag handelt, möchte ich zunächst über den Prozess berichten, in dem ich mich mit dem Raspberry Pi® auseinandergesetzt und seine Fähigkeiten kennengelernt habe sowie mein „Bild“ vom Raspberry Pi® reflektieren. Dann werde ich die neusten Ergebnisse unseres Medienprojektes darstellen.

Ich kannte den Raspberry Pi® nicht. Für mich war alles neu. Für ein grundlegendes Verständnis musste ich mir erst einmal seine technischen Fähigkeit zu Gemüte führen und erfahren warum es ihn überhaupt gibt. Ich stöberte durch das Internet…

Dank einiger Recherchen in Computerforen und auf raspberrypi.org , konnte ich mir ausreichend technische Kenntnisse über den Raspberry Pi® aneignen, sodass ich mich wieder auf das eigentliche Medienprojekt konzentrieren konnte: „Wie kann man den Raspberry Pi® sinnvoll im pädagogischen Setting einsetzten?“ Ich verabschiedete mich von den Internetseiten, die zeigten, wie vielseitig der Raspberry Pi® sein und wofür man ihn alles nutzen kann.

Doch welche Intention steckt eigentlich hinter dem Raspberry Pi®? Diese Frage führte mich wieder zurück auf den „pädagogischen Weg“:

Schnell wurde deutlich: „[…] One of the primary goals of Raspberry Pi® ist to encourage people to learn to program […] in a sort of „frustration-free“ environment […]“ (Robert Mullins, Co-Founder, Raspberry Pi Foundation). [„Frustration-free“, das hörte sich doch schon einmal gut an.] An einigen Schulen, besonders in Großbritanien oder den USA, konnten schon viele Schüler*innen von der Idee der Entwickler profitieren. Die Schüler*innen sammelten erste Erfahrungen mit der „neuen Kulturtechnik“ (Umgang mit dem Computer; Programmnieren). Besonders gut gefällt mir das Projekt „Girls for Raspberry Pi®“ der TEDxCharlotteED. Es bot Schülerinnen die Gelegenheit kreativ zu sein, in einem Bereich, der immernoch sehr männlich dominiert ist. Bei der Vorstellung ihrer Projekte erkennt man schnell, welche Leidenschaft und welches Engagement die Schülerinnen für die Informatik/ Technik entwickeln – „[…] we want our students […] to be technology creators, not just consumers […]“ (Tom Dubick) Hier das Video.

Zwischenfazit: Was halte ich vom Raspberry Pi®?

Digitale Medien sind fester Bestandteil des 21. Jahrhunderts. Sie bieten uns völlig neue Möglichkeiten der Kommunikation oder Kreativität. Aber sie haben auch Potenzial für Bildungs- und Lernprozesse. Auch wenn die Kinder unserer Zeit als „digital natives“ mit Medien aufwachsen und schon früh ein Gespür entwickeln (können) heißt das nicht, dass sich eine wirkliche tiefgreifende und vollumfängliche Medienkompetenz „einfach so“ auspräge: „Sie muss erlernt werden!“ (Boris Kraut, S.1) Bei zunehmender sozialer (Bildungs-) Ungerechtigkeit sollte die Institution Schule in der Verantwortung stehen, allen Kindern den Zugang zu digitalen Medien und dem Internet zu ermöglichen und zudem Medienkompetenz zu vermitteln. An dieser Stelle kommt der Raspberry Pi® ins Spiel, der als preisgünstige Alternative zu PC & Co im Unterricht genutzt werden kann. (Dieser Aspekt soll nicht weiter ausgeführt werden, da meine Projektpartnerinnen darya und melanie dies schon in ihren Blogs getan haben oder auch franziska.) Allerdings gilt es nicht nur die Schüler*innen anzusprechen, sondern auch die Lehrer*innen. „Chaos macht Schule“ betont: „Lehrer brauchen ein attraktives Weiterbildungsangebot – und zwar nicht nur für ältere Lehrergenerationen: Wie bei den Schülern hat sich auch bei den Lehrern die Hoffnung auf „digital natives“ nicht erfüllt.“ (Boris Kraut, S.2) Respektive wir müssen einen Weg finden, Lehrer*innen aktiv anzusprechen, um sie zur Auseinandersetzung mit digitalen Medien in der Schule zu animieren.

Wie können wir im Rahmen unseres Medienprojekts die Vorteile des Raspberry Pis® für Schulen bekannt machen und Lehrer*innen einen Zugang verschaffen?

Wir kamen zu dem Schluss, dass dieser Blog quasi gleichzeitig ein Mittel sein soll, andere (insbesondere Lehrer*innen) anzusprechen und zu der Auseinandersetzung mit dem Raspberry Pi® zu animieren. (Wenn wir das schon hinbekommen, dann Sie ja wohl auch.)

Des Weiteren: Wir wollen Images erstellen, die den Raspberry Pi® „startklar“ für den Unterricht in Grundschulen machen sollen. D.h. wir stellen Images zur Verfügung, die ein angepasstes Betriebssystem (Raspbian wheezy), Einführungen in die Arbeit mit Minecraft und CGompris im Unterricht sowie Vorschläge für Übungen und Aufgaben enthalten. (Minecraft und CGompris werden im nächsten Blog genauer dargestellt.) Die Images werden in diesem Blog als Download bereit gestellt. Sie laden sie einfach auf ihre SD-Karte und schon kann das Image in der Schule mit Hilfe des Raspberry Pis® und eines Beamers (z.B.) genutzt werden.

Wir hoffen, dass wir den Lehrer*innen/ Ihnen auf diese Weise einen Zugang zum Raspberry Pi® sowie Minecraft und GCompris schaffen können!

 

 

 

Und was macht der Raspberry Pi in der Schule?

Tafelbild

Nachdem wir jetzt die Möglichkeiten verfolgt haben, ob und wie der Raspberry Pi eingerichtet und genutzt werden kann, stellt sich die Frage:  Was weiter? Und wie wollen wir „ernten“?

Sicherlich bietet der „Kleine“ eine Menge an Möglichkeiten für den Informatikunterricht, wie z.B. das Projekt von Tobias Hübner medienistik

Wir aber sind keine Programmierer und verfolgen daher auch nicht das Ziel, neue Software für den Raspberry Pi zu entwickeln. Schülern und Lehrern, mit Hilfe des Raspberry Pis, Linux näher zu bringen, mag für den Informatikunterricht sinnvoll sein, wird aber unsere Kompetenzen übersteigen. Wir möchten das der Raspberry Pi Zugang zu den Schulen bekommt und im Unterricht eingesetzt werden kann. So können Investionenen in mediale Hilfsmittel für den Unterricht erfolgen und die schmalen Bildungskassen dennoch entlastet werden.

Damit Computer nicht nur ins Kinderzimmer einziehen, sondern auch im Klassenzimmer ankommen, muss man Schulen und Lehrern die Einsatzmöglichkeiten eines Raspberry Pi in der Klasse näherbringen. Somit würden auch neue Angebote, wie Z. B. Tools für den Unterricht, wie franziska sie vorstellt hat, leichter Zugang in den Schulalltag finden.

Das kann unsere Aufgabe werden.

Den Blick nach links und rechts werfen: Ich kann was, was du nicht kannst…? – Ein „kleincomputriger Vergleich“

Die Funktionsweise des Raspberry Pi wurde bereits vorgestellt und es sind ebenfalls bereits die großen Argumente gefallen, warum ausgerechnet dieser Mini-Computer für unser Projekt die Nase vorne hat: unschlagbarer Preis bei fundierter Leistung mit Ausbaupotenzial.

Kann ja jeder behaupten denken Sie? – Stimmt!

Also: Zeit für einen Vergleich – Beweist der Raspberry Pi für den Unterricht wirklich wahre Größe oder verliert er sich im Schatten der Konkurrenz?

Die Antwort gleich vorweg: Der Raspberry Pi kann sich behaupten! Das liegt vor allem an den geringen Anschaffungskosten im Verhältnis dazu, dass er dennoch alles mitbringt, was ihn für den Einsatz im Unterricht wertvoll macht. Auch Apple & Co haben leistungsstarke Kleincomputer auf dem Markt, die in Punkto Leistung, Speicherkapazität oder Ausstattung nicht nur mithalten, sondern teilweise auch übertrumpfen können.  „Mehr von etwas können“ und „mehr von etwas haben“ bedeutet aber leider auch „mehr zu kosten“.
Warum also in den sauren Apfel beißen wenn die süße Himbeere doch so verlockend ist!

Im Folgenden sind drei ausgewählte Kleincomputer hinsichtlich grundlegender Merkmale dargestellt. Die Auswahl wurde bewusst getroffen, um verschiedene Größen, Betriebssysteme, Hersteller und Kosten gegenüberzustellen. Ein interessanter Vergleich mit weiteren Geräten findet sich zudem hier.
Warum ich das mache obwohl die Wahl doch schon getroffen wurde? Weil ich der Meinung bin, dass vergleichen wichtig ist. Es gibt nicht DIE EINE Wahl als Allerheilmittel. Entscheidend ist doch immer die Frage: Was möchte ich und womit lässt es sich am besten realisieren?

Also schauen wir uns um…

 

Acer Aspire X3990

Acer

 

Hersteller: ACER
Größe: 28cm x 10cm
Gewicht: >7 kg
Anschlüsse: 9x USB, DVI, HDMI, Card Reader, 5xAudio, Ethernet
Betriebssystem: Microsoft® Windows® 7 Home Premium 64-Bit
Wifi/Bluetooth: Nicht integriert
Preis: ab 400 €

 

 

Apple Mac Mini

Apple

Hersteller: Apple
Größe: 3,6cm x 19,7cm
Gewicht:  < 2 kg

Anschlüsse:  4x USB, HDMI, Card Reader, Audio, Ethernet, Thunderbolt

Betriebssystem: OS X 10.6 Snow Leopard
Wifi/Bluetooth: integriert
Preis: ab 500 €

 

 

Zotac ZBox nano VD01Zotac

Hersteller:  Zotac
Größe:  4,5cm x 12,7cm
Gewicht: 1,5 kg
Anschlüsse:  4x USB, HDMI, Card Reader, Audio, Ethernet
Betriebssystem:  Kein Betriebssystem
Wifi/Bluetooth:  integriert
Preis: ab 145 €

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„Vom Rohdiamanten zum geschliffenen Edelstein“ – Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Einrichtung des Raspberry Pi

In nur drei Schritten zum einsatzfähigen Raspberry Pi

In der Regel wird das Raspberry Pi ohne bereits eingesetzte Speicherkarte geliefert. Der Speicherkartenslot dient dazu, das Raspberry Pi mit einem Betriebssystem und somit mit Leben auszustatten. Bei Lieferung hält man also zunächst einen echten Rohdiamanten in den Händen. Weiterlesen

Der Raspberry Pi im Unterricht – Wie wir die Früchte unserer Zeit ernten können

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CC by 3.0 by darya

Längst ist die Debatte um den Einsatz digitaler Medien beim Lehren und Lernen in Schulen im Gange. Hier zerren medienpädagogische Fürsprachen und Kritiker in einem schier endlosen Kampf am jeweiligen Ende vom Medientau. Die Positionen sind klar: Während Kritiker vor den großen Gefahren von Medien für unseren gesellschaftlichen Nachwuchs warnen und bei dem Gedanken, die Art und Weise des institutionellen Lernens könnte sich (weiter) verändern, über ihren Köpfen reihenweise  die Hände zusammenschlagen, appelliert die Gegenseite immer wieder daran, die enormen Chancen eines mediengestützten Unterrichts respektive die Möglichkeiten durch einen gezielten Einsatz diverser digitaler Medien nicht unentdeckt zu lassen.
Aufschluss über die verschiedenen Positionen, Fragestellungen und Debatten zu diesem Themenblock geben mittlerweile eine Vielzahl an Publikationen. Exemplarisch sei an dieser Stelle etwa auf die Studie „Digitale Medien in der Schule“ und den Artikel „Pro & Contra: Das surfende Klassenzimmer“ verwiesen.

Das Projekt

Unter dem Motto „Erntezeit im Medienprojekt“ wagen wir uns in unserem Projekt zwischen die Fronten und balancieren leichtfüßig über das, zwischen diese Fronten, (an)gespannte Seil des digitalen Medieneinsatzes an Schulen. Die Projektgruppe besteht aus drei Studierenden (BA Erziehungswissenschaft) der Universität Duisburg-Essen: Melanie Gallinat, Darya Hayit, B.B.

Grundsätzlich: Digitale Medien sind aus der heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken. Defizite beim Einsatz dieser Medien in Lehr- Lernarrangements sollten genauso thematisiert werden wie ihre Chancen und Möglichkeiten. Die Forderung lautet: Weg vom Grundsatzdisput ob Medien digitaler Art weiter Einzug in Schulen erhalten sollten und Hin(setzen) an einen runden Tisch zur gemeinsamen Entwicklung durchdachter Konzepte.

Mit den kritischen Stimmen im Hinterkopf und gleichzeitig einem nach vorne gerichteten Blick auf unsere kunterbunte Technikwelt, ist es unser Ziel, konkrete Lernszenarien für den Unterricht mit digitalen Medien zu entwickeln, bei denen die Früchte unserer Zeit nicht gedankenlos aus der Erde gerissen, sondern mit Bedacht und Plan eingesetzt werden, sodass selbst der größte Skeptiker am Ende voller Tatendrang die Schaufel in die Hand nehmen möchte.

„If you want someone to build a boat, awaken his desire for the ocean.“ (Antoine de Saint-Exupery)

Das gewählte Medium

Als Werkzeug konzentrieren wir uns in unserem Projekt auf einen der kleinsten Computer der Welt: Den Raspberry Pi der Raspberry Foundation.

Technische Daten im Überblick:

Raspberry Pi

CC by 3.0 by darya

  • SoC Broadcom BCM2835 (CPU, GPU, DSP und SDRAM)
  • CPU: 700 MHz ARM1176JZF-S core (ARM11-Familie)
  • GPU: Broadcom VideoCore IV, OpenGL ES 2.0, 1080p30 h.264/MPEG-4 AVC High-Profile-Decoder
  • 512 MB SDRAM
  • Video outputs: Composite RCA, HDMI
  • Audio outputs: 3.5 mm Audiobuchse, HDMI
  • Unterstützte Speicherkarten: SD, MMC, SDIO-kompatible-Steckplätze
  • 10/100-MBit-Ethernet RJ45
  • 2 x USB 2.0
  • microUSB Port zur Stromversorgung
  • Abmessungen: 85,6 x 53,98 x 17 mm

 

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CC by 3.0 by darya

 

 Die Vorteile liegen auf der Hand

– geringe Anschaffungskosten (im Durchschnitt 38 Euro)

– geringe Größe

– hohe Mobilität

– flexible Einsatzmöglichkeiten

– Wifi kompatibel (Kauf eines Wifi USB Dongle notwendig)

 

Man darf gespannt sein…

Im weiteren Verlauf des Projektes werden konkrete Lernszenarien entworfen und nach Möglichkeit in der Praxis durchgeführt. Interessierte pädagogische und wissenschaftliche Mitarbeitende, Schülerinnen und Schüler und natürlich auch Privatpersonen dürfen gespannt sein auf Blogeinträge zu ausgewählten Szenarien, die als Anregung für die eigene Planung und Gestaltung von Unterrichtseinheiten dienen können.

 

Interesse geweckt?

Mein Artikel „Vom Rohdiamanten zum geschliffenen Edelstahl“ bietet Interessierten eine einfache Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Inbetriebnahme des Raspberry Pi.