Archiv der Kategorie: Podcast: Was macht ein Pädagoge?

Abschließende Bewertung des Medienprojekts 2013 „Was macht ein Pädagoge?“

In meinem letzten Blogeintrag möchte ich Euch noch gerne kurz allgemein meine persönliche Beurteilung und Erfahrungen mitteilen, welche ich während der gemeinsamen Bearbeitungszeit mit der Gruppe machen durfte.

Die Suche nach der Antwort auf die Frage, was ein Pädagoge nach seinem abgeschlossenen Studium eigentlich alles erreichen kann, hatte mich von Anfang an interessiert, da es schließlich mich und meine Kommilitonen betrifft. Und wenn es nicht uns interessiert – wen dann sonst? Welche beruflichen Wege kann ich nach meinem Studium einschlagen? Sollte ich noch den Master nach meinem Bachelorabschluss dranhängen oder erst einmal in den Beruf einsteigen?

Auch die Form der Bearbeitung des Medienprojekts, wie sie Guido uns vorgeschlagen hatte, nämlich einfach drauf loszugehen und die Menschen, die in diesem Gebiet tätig sind zu unterviewen, reizte mich, da ich bis zu diesem Zeitpunkt gar keine Erfahrungen in diesem Bereich sammeln konnte.

Lediglich der komplette „Technik-Kram“ um unser Medienprojekt herum verschaffte mir ein wenig Sorgen, da ich in dem Bereich noch einiges dazulernen muss. Das fing damit an, dass ich mich zunächst einmal in Plattformen wie Trello oder Google Docs einarbeiten musste, beziehungsweise mich daran gewöhnen musste, dass ein großer Teil der Kommunikation dort abläuft. So fiel es mir manchmal schwer, nicht den Überblick zu verlieren, aber es hielt sich alles immer in Grenzen und bei Fragen und Unklarheiten konnte man sich auf die anderen Gruppenmitglieder verlassen. Aber dies war schließlich auch der Sinn des Medienprojekts, nämlich neben der Darstellung eines Bildungsproblems auch den Umgang mit vielen verschiedenen Medien zu lernen, da es in der heutigen Zeit immer mehr an Bedeutung gewinnt, dass man damit sicher auftreten kann.

Abschließend kann ich sagen, dass unser Medienprojekt mit dem Titel „Was macht ein Pädagoge?“ die Gruppe viel Arbeitsaufwand gekostet hat, aber es sich gleichzeitig auch gelohnt hat. Wir hatten durch unsere Interviewpartner die Möglichkeit, viele verschiedene pädagogische Bereiche zu beleuchten und einmal genau da nachzuhaken, wo es uns am meisten interessiert und wir als angehende Erziehungswissenschaftler eine klare Antwort erwarten.
Die Kommunikation innerhalb der Gruppe war meistens auch gut und es gab nur selten Probleme. Dass wir intern in unserem Studiengang den ersten Platz in der Kategorie Bestes BA – Medienprojekt Sommer 2013 belegt hatten konnten wir als Gruppe zunächst nicht so wirklich glauben, jedoch war letztendlich jeder Einzelne von uns stolz darauf.

Interviews – Ein Erfahrungsbericht

Für unser Medienprojekt brauchten wir in erster Linie natürlich erst einmal die passenden Interviewpartner. Die Suche nach diesen gestaltete sich nicht all zu schwer. Da der größte Teil von uns bereits ein Praktikum im Rahmen unseres erziehungswissenschaftlichen Studiums absolviert hatte, konnten auch einige Gruppenmitglieder auf diese Kontakte zurückgreifen und um ein Interview bitten. Desweiteren war es auch kein Problem, einen Dozenten unserer Universität Duisburg – Essen für ein Interview zu gewinnen, sowie weitere Spezialisten ihres Faches, auf welche wir durch unseren Dozenten Guido Brombach aufmerksam gemacht wurden. Die Sicherung der Grundlagen für unsere Interviews, nämlich die Interviewpartner selber, gestaltete sich also kaum bis gar nicht schwierig.

Bei der Durchführung der Interviews wurden wir, als die Interviewer, schon etwas mehr herausgefordert. Im Vorfeld hatten wir intern in der Gruppe einen Leitfaden für unsere Interviews erarbeitet. An diesen sollten wir uns auch, soweit es möglich war, halten. Abweichungen oder Ausschweifungen der einzelnen Interviewpartner waren hierbei natürlich zu berücksichtigen. Man musste sich auf jeden Interviewpartner einlassen und sich auf deren Aussagen und den Informationsinhalt neu einstellen und entsprechend darauf reagieren. Dies erforderte einen hohen Konzentrationsgrad, da wir natürlich so viele wertvolle Informationen wie möglich für unsere Hörer herausfiltern wollten. Und da wir größtenteils kaum Erfahrung mit der Durchführung eines Interviews hatten, war dies Neuland für uns und erforderte umso mehr vollste Konzentration, zumal das Gespräch auch direkt als Audio aufgenommen wurde und man die Datei nicht durch Versprecher oder Wiederholungen stören wollte.

Da wir einige Interviewpartner nicht persönlich besuchen konnten, weil die Entfernung uns das nicht erlaubte, mussten wir auf die Kommunikationsplattform Skype zurückgreifen. Meiner Meinung nach ergaben sich hierbei die meisten Probleme beziehungsweise Hindernisse, welche wir zu bewältigen hatten. Die Hindernisse lagen jedoch nicht auf der inhaltlichen, sondern vielmehr auf der technischen Seite. Probleme bei der Einstellung beziehungsweise der Installierung des Mikrofons war bespielsweise ein Problem. Wir mussten im Vorfeld untereinander mehrmals überprüfen, ob die Lautstärke auch ausreichend war und gewährleisten, dass es dort keine Störungen gab, damit letztendlich auch beide Stimmen gut zu verstehen sind. Desweiteren mussten wir uns darauf verlassen können, dass die Internetverbindung auch über den kompletten Zeitraum, in welcher das Interview aufgenommen wird, bestehen bleibt, sodass wir uns nicht unnötig wiederholen mussten. Dies erforderte im Vorfeld einen Aufwand, welchen man bei einem persönlichen Gespräch nicht hat. Bevor wir mit den Interviews starten konnten, hatten wir deshalb auch immer einen kurzen Testlauf und beim Interviewpartner nachgefragt, ob sie/er uns auch akustisch versteht oder ob dort Probleme vorlagen, welche dann natürlich erst behoben werden mussten.

Im Nachhinein hatten wir, als die Interviewer, auch des Öfteren Probleme, die nun vorhandene Rohdatei „hörergerecht“ auf unsere Homepage hochzuladen, da wir technisch einfach nicht das Know How hatten. Hierbei wurden wir aber immer von den Mitgliedern der „Technik – Gruppe“ unterstützt, sodass wir die Probleme mit deren Hilfe auch schnell wieder beheben konnten.

Trello – Vorteile/Nachteile

Trello ist ein kostenloses Onlinetool/Collaboration Tool, welches die kollektive Zusammenarbeit übers Internet, besonders bei Projekten jeglicher Art, möglich macht. Auf sogenannten „Boards“ (ähnlich einer Pinnwand) sind virtuelle Kärtchen vorhanden, die Informationen über eine Aufgabe enthalten, beispielsweise wem die Aufgabe zugeordnet ist und bis wann sie erledigt werden muss. Genauere Informationen über Trello ist unter dem Artikel „Was ist Trello?“ zu finden.

In diesem Artikel möchte ich mich mit den Vorteilen/Nachteilen von Trello befassen.

Vorteile:

Trello ist zum einen einfach zu bedienen und somit auch nicht schwer zu erlernen, was die Arbeit mit Trello gerade für Menschen mit wenig technischem Background reizbar macht. Trello ist kostenlos, zudem ist für Android und Apple-Produkte eine ebenfalls kostenlose App vorhanden. Dies ermöglicht eine örtlich ungebundene Bearbeitung der Trello-Boards. Es wird lediglich ein Internetzugang sowie ein internetfähiges Gerät (Handy, Tablet, PC) benötigt. Trello ist sehr übersichtlich gestaltet und ermöglicht eine Transparenz bei der Teamarbeit. Desweiteren besitzt Trello eine wirkungsvolle Rechtevergabe, es gibt öffentliche und private Boards. Die Berechtigung für ein privates Board bekommt man nur durch eine Zulassung in Form einer Mailadresse oder Benutzernamen.

Nachteile:

Trello ist nur für kleinere Teams geeignet. Bei größeren Teams geht schnell die in den Vorteilen geschilderte Übersicht über die Listen und Karten verloren. Teams ab ca. 10 Personen könnten deshalb mit Trello Probleme bekommen. Auch die Arbeit mit den vorgestellten Apps könnte für größere Gruppen schwierig werden, da erschwerender Weise noch die kleinen Bildschirme von Handys etc. dazu kommen. Trello kann intern keine angehängten Dokumente bearbeiten, diese können lediglich verlinkt werden. Kritiker bemängeln zusätzlich, dass lediglich Trello-Mitglieder auf freigegebene Boards zugreifen können, es existiert keine Zugriffsberechtigung für Gäste. Außerdem enthält Trello keine Kapazitätenplanung.

Zusammenfassung:

Positiv festzuhalten ist auf jeden Fall die Einfachheit von Trello, welche sich allerdings nicht negativ auf die Effizienz von Trello auswirkt. Die übersichtliche Bedienung macht es außerdem fast jedem möglich, sich über Trello zu organisieren und damit Projekte zu bearbeiten. Lediglich bei zu großen Projekten, also einer zu hohen Anzahl an Kärtchen, sollte ein anderes Medium gewählt werden.

 

Erfahrungsbericht-Interviewführung

Für unser Medienprojekt, „Was macht ein Pädagoge?“, haben wir eine Internetseite mit verschiedenen Podcasts zu dem Thema erstellt. Die Podcasts enthielten Einzelinterviews mit verschiedenen Pädagogen oder Wissenschaftlern verwandter Disziplinen. Ein allgemeiner Interviewleitfaden wurde im Vorfeld von unserer Seminargruppe erstellt. Dieser Leitfaden enthielt Fragen rund um das Thema Beschäftigung, Werdegang, Ausbildung, Institution, Weiterbildung etc. Der Leitfaden diente lediglich als Vorlage, konnte somit von jedem Seminarmitglied verändert und auf den Interviewpartner abgestimmt werden. Es zeigte sich, dass es zudem sinnvoll erschien, die Interviewpartner eigene Fragen vorschlagen zu lassen. Probleme bei der Leitfadenerstellung gab es in sofern, dass sehr viele Fragen gesammelt wurden und eine Konzentration auf die wirklich wichtigen Fragen nötig war. Im Verlauf der Interviews wurde zudem deutlich, dass das eigentlich gewollte „lockere“ Gespräch durch den Interviewleitfaden teilweise erschwert wurde. Da die meisten unserer Seminarteilnehmerinnen zuvor kein Interview durchgeführt hatten, „klammerten“ wir uns, wie wir im Nachhinein bemerkten, zu sehr an den Interviewleitfaden.

 

Nachdem der Fragebogen erstellt war, mussten geeignete Kontakte gesucht werden und Anfragen für mögliche Interviews rausgeschickt werden. Viele Seminarmitglieder konnten durch Beziehungen zu früheren Praktikumsstellen Interviewpartner kontaktieren. Andere hatten wiederum Verwandte oder Freunde, die einen geeigneten Interviewpartner darstellten. Zudem wurden uns von unserem Seminarleiter Pädagogen vorgeschlagen, die bereit wären, ein solches Interview zu führen. Es stellte sich also raus, dass es letzten Endes keine Probleme bei der Interviewpartnersuche gab. Lediglich kleinere Anlaufschwierigkeiten bzw. Motivationsprobleme bei der Suche nach Interviewpartnern konnten verzeichnet werden.

Die Durchführung der Interviews wurde meist von zwei Studentinnen getätigt. Eine Studentin konnte so das Interview führen, während die Andere sich auf möglich aufkommende Fragen oder Missverständnisse konzentrieren konnte. Diese konnten notiert und im Anschluss des Interviews oder zwischendurch geklärt zu werden. Um für keine Verwirrung bei den Zuhörern zu sorgen war allerdings lediglich eine Studentin auf der Aufnahme zu hören. Da zwischen den einzelnen Fragen das Interview bei der Aufnahme gestoppt werden konnte stellte es aber auch für Studentinnen kein Problem dar, alleine ein Interview zu führen falls dies aus gegebenen Gründen nicht anders möglich war. Die Durchführung der Interviews verlief meistens problemlos, Absprachen wurden zum größten Teil eingehalten, von den Seminarteilnehmerinnen sowie den Interviewpartnern.

Die Interviews wurden mit Smartphones und einem Programm namens „Auphonic“ aufgenommen. Diese App war für die Studentinnen kostenlos und einfach runterzuladen, sodass kein Aufnahmegerät nötig war. Zudem wurden Hintergrundgeräusche bereits automatisch durch „Auphonic“ entfernt, was weitere Arbeitsschritte vorwegnahm. Die Arbeit mit „Auphonic“ hat deshalb so gut geklappt, da es einfach zu verstehen war und für jedermann zugänglich gemacht werden konnte. Zudem konnte zwischenzeitlich Pause gedrückt werden, was Absprachen bezüglich Ablauf etc. zwischendurch ermöglichte.

Ein paar der Interviews wurden via „Skype“ getätigt, da nicht alle Interviewpartner in erreichbarer Nähe wohnten. Ich selber habe kein „Skype“-Interview geführt, habe allerdings positives Feedback wahrgenommen, was auch an der Hilfe bei technischen Problemen durch unseren Seminarleiter oder den „Technikern“ unserer Gruppe lag.

Zusammenfassend haben sich dafür, dass dies unser erstes Medienprojekt mit Interviewführung war, keine größeren Schwierigkeiten bei den Interviews ergeben. Wenn kleinere Probleme auftraten, konnten wir uns entweder untereinander aushelfen oder auf unseren Seminarleiter zurückgreifen.

Zielgruppe

Nachdem das Ziel des Projekts definiert wurde, wird in diesem Schritt die Zielgruppe definiert und analysiert. Die Definition der Zielgruppe ist ein wichtiger Erfolgsfaktor der Konzeption der Website, da grundsätzliche Entscheidungen an ihr festgemacht werden. Unter Zielgruppe versteht man im allgemeinen die Adressaten, also die Gesamtheit aller potentiellen Personen, die mit der Website wasmachteinpaedagoge.de angesprochen werden sollen.

Wasmachteinpaedagoge.de ist vordergründig an Studenten der Erziehungswissenschaft gerichtet, da verschiedene Laufbahnen nach dem Studium der Erziehungswissenschaft vorgestellt und erläutert werden. Die Anzahl der Lernenden ist unbestimmt und die geografische Verteilung der Lernenden regional. Die Lernenden müssen für die erfolgreiche Nutzung von wasmachteinpaedagoge.de zumindest ein Abitur haben und am Studium der Erzeihungswissenschaften teilhaben. Demnach wird die Website voraussichtlich von Studierenden über 19 Jahre genutzt werden. Da es sich um selbstgesteuertes Lernen am PC handelt, müssen die Lernenden über ein relativ hohes Wissen bezüglich der Nutzung von Computern und dem Internet verfügen.Zudem müssen die Studierenden wissen, wie sie selbstständig lernen können (autodidaktisches Lernen) mit wasmachteinpaedagoge.de. Dafür ist es notwenidig, sich erstmal klar zu machen, welche Informationen man überhaupt benötigt und wo (in welchem Interview) diese vorhanden sein könnten. Die Informationen müssen dann selbstständig nach Qualität und Relevanz beurteilt werden, außerdem sollte der Studierende dazu in der Lage sein, Interpretationsleistungen zu erbringen. Durch selbstständiges Nachfragen, in Form von Kommentaren unter den Interviews, können Unklarheiten geklärt werden. Sollten Fragen an die interviewte Person aufkommen, muss der Studierende versuchen, den Kontakt zu der Person aufzubauen. Generell handelt es sich beim autodidaktischen Lernen also vorallem darum, selbst aktiv zu werden. Des weiteren lernen die Lernenden im Kontext des informellen Lernens, da die Website außerhalb des formalen Bildungswesens bzw. außerhalb von Bildungsinstitutionen einzuordnen ist. Aufgrund dessen wir die Lernzeit voraussichtlich in der Freizeit sein. Es handelt sich bei der Zielgruppe um eine homogene Gruppe, da die Mitglieder die gleichen Merkmale aufweisen (Sudium EW). Das Vorwissen der Lernenden in Bezug auf die Berufswahl ist wahrscheinlich relativ gering. Die Lerndauer kann individuell unterschiedlich sein, da sich die Individuen je nach Interesse informieren. Die Motivation der Lernenden ist intrinsisch, da sie sich eigenbestimmt mit der Website befassen und keine Anstöße von Außen benötigen. Der Lernort kann variieren, überall wo Computer/Laptop und ein Internetzugang/mobiler Zugang vorhanden sind.

Lernziele- „was macht ein Pädagoge?“

 

Lernziele

Zur Konzeption eines mediengestützten Lernangebots gehört die Festlegung von Lernzielen. Die Festlegung der Ziele dient zur besseren Planung und Aufarbeitung des Angebots. Um ein Lernziel oder mehrere Lernziele bestimmen zu können, ist es hilfreich zunächst das Bildungsproblem zu bennen.

Da wir Studenten, die Studenten des Faches Erziehungswissenschaften, oftmals keine Ahnung haben was wir nach unserem Studium machen können, haben wir auf der Seite: „Was macht ein Pädagoge?“ mit Hilfe von Interviews und Podcast

Interview und Podcast

versucht die Frage zu beantworten. Das Bildungsproblem besteht in der Orientierungslosigkeit hinsichtlich der beruflichen Möglichkeiten und Perspektiven von Studenten aus pädagogischen Studienrichtungen. Diese Orientierungslosigkeit entseht durch den Mangel an Informationen über Zugangvoraussetzungen und Anforderungsprofilen pädagogischer Berufe. In dem Beitrag „Pädagogikstudium…. und dann? Unser Bildungsproblem“ wird unser Bildungsproblem ausführlicher beschrieben. Aus Basis dieses Bildungsproblem haben wir die Lernziele bestimmt.

Kriterium für den Lernerfolg ist die Spezifizierung der Lernziele. Es reicht nicht aus ausschließlich die Lerninhalte zu erläutern. Neben dem Inhalt müssen Apekte wie das Verstehen, den Aufbau von kognitiven Schemata, Einstellungen, Werte, den Erwerb von Fertigkeiten sowie der Bildung von Persönlichkeit. Desweiteren muss geklärt werden welche Art von Wissen sich die Nutzer des mediengestützten Angebots aneignen. Zum einen gibt es das deklarative Wissen und zum anderen gibt es das prozedurale Wissen. Das deklarative Wissen, auch knowing what genannt, meint das Wissen über Sachverhalte. Das Wissen wird durch Präsentationen und deren Erläuterungen vermittelt. Auf der Website „was macht ein Pädagoge“ wird das deklarative Wissen durch das Anhören der Interviews vermittelt. Die Hörer und Hörerinnen lernen mögliche Berufe von verschiedenen Berufsfeldern der Pädagogik kennen. Durch das Anhören werden sie umfassend aufgeklärt und informiert. Das prozedurale Wissen greift auf das deklarative Wissen zurück. Prozedurales Wissen meint das Wissen, dass man praktisch nutzen kann. Es tritt oft unbewusst auf und lässt sind in Lern- und Anwendungsprozesse teilen. Die Interviews schaffen eine berufliche Orientierung. Die Nutzer und Nutzerinnen des Podcast können nach mehrfachem anhören einschätzen, welcher Beruf zu ihrem Kompetenzprofil am ehesten passt. Desweiteren können sie die vorgstellten Berufe mit anderen Berufen, die sie schon kennen, vergleichen und für sich selbst entscheiden, in welche Richtung ihre berufliche Perspektive laufen könnte.

Ein weiterer wichtiger Aspekt bei der Bestimmung von Lernzielen sind die Effekte. Zu den unmittelbaren Effekten der Bearbeitung unseres Angebots zählt die Nutzung und deren positive Bewertung. Unser Projekt und Angebot war eines von vielen. Am Ende der Bearbeitungszeit der Projekte fand eine Abschlusspräsentation statt. Alle Projekte wurden einzeln in einem fünfminütigen Vortrag vorgstellt. Anschließend hatten alle Teilnehmer die Möglichkeit die einzelnen Projekte zu bewerten. Zum einen wurde die Art der Präsentation bewertet und zum anderen das Projekt selbst. „Was macht ein Pädagoge?“ hat in der Katgorie „bestes Projekt“ den ersten Platz belegt. Meiner Meinung nach ist das die Bestätigung für eine positive Bewertung des Projekts. Ein mittelfristiger Effekt für die eigene Person zeigt sich in der Partizipation an gesellschaftlicher Kommunikation, Bildung und Kultur. Durch das Anhören der Interviews ist der Hörer zwar nicht slebst an der Kommunikation beteiligt, jedich erfährt er etwas über verschiedene Bildungswege und im Zuge dessen auch über andere Universitäten und Einrichtungen. Ein wesentlicher langfristiger Effekt für die Gesellschaft und Kultur ist die, dass man sich durch das Anhören der Interviews bildet. Bildung ist die Voraussetzung zur Teilhabe an der Gesellschaft. Weitere Aspekte über Lernziele können in: „Mediendidaktik- Konzeption und Entwicklung mediengestützter Lernangebote“ nachgelesen werden.

Podcasting mit WordPress

podcasting schemaPodcasting meint das Produzieren aber auch Anbieten von Audio (oder Videodateien) über das Internet. Der produzierte Podcast soll von Podcast-Usern extern und unabhängig heruntergeladen werden können.

Wie mache ich meinen Podcast denn nun öffentlich……

 

FotoUm seinen Podcast zu veröffentlichen  gibt es viele Möglichkeiten. Der fertige Podcast kann z.B. über Apples Musikbibliothek iTunes angeboten werden welche sowohl für Windows als auch für Mac OS X kostenlos geladen werden kann. Dort können (ob vom PC oder mobilen Endgerät aus) innerhalb einer riesigen und fast ausnahmslos kostenlosen Liste alle gemeldeten Podcasts entdeckt werden.

Muss denn immer alles über Apple……

Apple und ITunes ist aber nicht das Maß aller Dinge. Neben iTunes gibt es eine Vielzahl anderer Podcast-Verzeichnisse wie z.B. www.podcast.de, auf denen Podcasts in kategorisierten Listen gesucht, gefunden und direkt von der Webseite angehört werden können, ohne eine zusätzliche Software installieren zu müssen.

podcast.de

Eine weitere Möglichkeit seinen Podcast zu veröffentlichen oder die neuen Episoden seines ausgewählten Podcasts regelmäßig zu beziehen -zu ‚catchen‘ – ist über sogenannte Podcatcher, wie z.B. BeyondPod möglich. 

Unsere Projektgruppe hat sich neben der Veröffentlichung unseres Podcasts auf iTunes und auf podcast.de dazu entschlossen unseren Podcast mit einem Content-Management-System zu präsentieren. Auf unserem WordPress-Webblog wasmachteinpaedagoge.de kann unser Podcast über ein RSS-Feed abonniert werden. Was ein RSS-Feed ist und wie es funktioniert wird im Beitrag ‚Was sind RSS-Feeds und welche Bedeutung haben sie für Bildung, Lernen u. Lehren in der heutigen Zeit?‘ im Detail erklärt. Außerdem können die aktuellen Episoden direkt auf der Internetseite über den Webplayer von Podlove angehört werden. Dabei helfen die Kapitelmarken einen Überblick über die jeweilige Episoden zu bekommen und diese nach individuellem Interesse anzuhören. Die angehefteten Shownotes dienen als Informationsergänzung zu den Interviews. Sie geben dem Interview durch zusätzliche Informationen einen Rahmen und erleichtern dem Podcast-User die weiterführende Recherche. Unter dem Reiter ‚Worum es geht‚, haben wir kurz die Idee unseres Podcastprojekts vorgestellt. So verhilft uns unser Webblog zu einem runden Gesamtauftritt unseres Medienprojekts.

 

Was ist WordPress und wie kann man es nutzen?

wordpress

Was ist WordPress und wie kann man es nutzen?

Um unser Podcast Projekt auch außerhalb von iTunes verfügbar zu machen und einen Rückkanal zur Diskussion oder zum Anfügen von Kommentaren zu ermöglichen, haben wir zusätzlich einen Webblog bei WordPress erstellt.

WordPress kann neben vielen anderen Anbietern als das bekannteste CMS, Content-Management-System bezeichnet werden. Es ist kostenlos verfügbar und eignet sich für das Verwalten und Bereitstellen und Aktualisieren  eigener Inhalte auch durch Unerfahrene und Blogger-Laien ohne viele Kenntnisse.

Das WordPress CMS arbeitet mit einer Datenbank. Alle Inhalte der Webseite werden in einer Datenbank gespeichert, wovon das äußere Skelett (=Design) aber unabhängig ist. Dies ist bei herkömmlichen html-Seiten nicht der Fall, so dass bei der Änderung des Designs die gesamte html-Seite dem Design angepasst werden musste. Die Seite ist sozusagen vorprogrammiert und es müssen lediglich einige Einstellungen getroffen werden. Die Bedieneroberfläche ist sehr übersichtlich gestaltet. Das Einrichten sowie Bearbeiten der WordPress-Seite wird so sehr simpel. Es kann zwischen verfügbaren Designs gewählt werden. Dazu können unterschiedliche Themes, Hintergründe und Bilder für die Kopfzeile genutzt werden, um seine Seite zu personalisieren.

design verwalten

Artikel können auf dem Dashboard unter der Funktion „Beiträge“>“Erstellen“ geschrieben, gespeichert, veröffentlicht und aktualisiert werden. Der Schreibeditor ist dabei ähnlich aufgebaut wie bei MS-Word.

artikel verfassen

Die Kommentar/Diskussion-Funktion eröffnet für die Leser des Webblogs einen Rückkanal der das Kommentieren der Beiträge für den Nutzer ermöglicht. Außerdem ist es möglich seine Webseite mit den Seiten anderer WordPress-Nutzer aber auch sozialen Netzwerken und Suchmaschinen zu verbinden. So weist ein Webblog auf WordPress einen hohen Interaktivitätslevel auf und eignet sich hervorragend auch als Nutzung als eigene Homepage.

Mittels auf dem Webblog vorinstallierter spezialisierter Plug-Ins, wie z.B. dem Podlove Web Player den wir für die Bereitstellung unseres Podcasts auf unserem Webblog genutzt haben, können problemlos Zusatzfunktionen wie Diashows oder Audio-Player auf dem Webblog eingefügt werden.

player podlove

Die einfache Handhabung, flexible Nutzung und Vernetzungsmöglichkeiten von WordPress sind optimal um einen einfachen Webblog zu erstellen und diese Vorteile haben es uns, die nunmal keine Informatik-StudentInnen sind, sehr einfach gemacht erfolgreich eine individuelle Seite für die Bereitstellung unseres Podcasts-Projekts zu erstellen.

Auf Youtube finden sich unzählige Anleitungen zur Erstellung einer WordPress-Webseite. Diese Screencast-Reihe bietet einen (trotzdem sehr ausführlichen) Crash-Kurs, der alle zu beachtenden Schritte erklärt die es braucht um über WordPress eine Seite zu erstellen, zu pflegen und zu aktualisieren.

 

Podcast und Bildung

Unser Podcastprojekt, konzipiert als Interviews mit pädagogischen PraktikerInnen, sollte uns und externen Interessierten eine Antwort auf die Frage liefern in welchen Bereichen ein Pädagoge/eine Pädagogin arbeitet. Da es sich bei unserem Projekt, vor allen Dingen um ein MEDIENprojekt handelt, war die Entscheidung des Mediums zur Informationsgewinnung und —Vermittlung genauso wichtig, wie die Antwort selbstredend war, dass die Erstellung einer einfachen Webseite, hinsichtlich der Möglichkeiten die das E.Learning 2.0/Web 2.0 bietet, zu ordinär wäre.

podcast und bildung 1

Die Idee war es das Bildungsproblems der Orientierungslosigkeit von Pädagogik-StudentInnen zu bearbeiten und daneben die Ergebnisse dieser Bearbeitung auch möglichst vielen interessierten oder betroffenen Externen Anlass zu bieten, sich mit Hilfe unserer Ergebnisse einen Überblick, je nach jeweiligem Interessenschwerpunkt, kostenfrei und unabhängig vom Standort zu verschaffen. Wir haben uns für den Podcast als Medium entschieden, weil er unseren Ansprüchen entsprechende Ergebnisse möglich macht.

Podcast?  ….Pod, iPod, iPhone, Smartphone. Da stellt sich natürlich die Frage: “Was hat denn (m)ein Handy mit Bildung zu tun?”

Der Trend, dass die Nutzung mobiler Endgeräte unter Studierenden rasant anwächst ist unübersehbar. Im Hinblick auf die stetig wachsende Wichtigkeit des lebenslangen Lernens wird selbstgesteuertes Lernen immer mehr auch zu einer persönlichen Anforderung. Die “neuen Anwendungen” des Web 2.0 verhelfen,  über die Möglichkeit der Nutzung auf mobilen Endgeräten dazu, Lernaktivitäten zu Aktivitäten des Alltags, werden zu lassen. So kann Bildung immer häufiger in informellen Kontexten stattfinden.

Es besteht bereits eine breite Palette an Podcasts zu allen möglichen Themen, dabei werden vor allem Sprachkurse in Form von Podcasts angeboten. Auf Plattformen wie iTunes u.a können Podcasts mit ihren einzelnen Episoden zu jedem Thema gefunden, downgeloaded und abonniert werden. Das Medium stellt eine personalisierte Schule dar und macht es neben der Möglichkeit von individuellem Informationsbezug auch jedem Einzelnen möglich eine “Radiosendung” zu dem Thema zu verfassen, welches Derjenige als wichtig erachtet; Der Rezipient wird zum Produzenten.podcast und bildung

Neben privaten Beiträgen, gehören die Podcasts mittlerweile zum Standardangebot von Radio- und Fernsehsendern. Auch im deutschen Bildungswesen ist die Nutzung des Podcasts als didaktisches Medium bereits etabliert. Auf der Bildungsmesse didactica 2007 wurde von Experten veranschaulicht wie Podcasting in Schule, Hochschule und Weiterbildung erfolgreich eingesetzt werden kann. Eine Reihe von Schulen, Hochschulen und Weiterbildungseinrichtungen hat die Nutzung von Audio- oder Video-Podcasts bereits als Lehr- und Lernmethode eingeführt, da die Nutzung auch in formalisierten Bildungskontexten eine Vielfalt an technischen und didaktischen Möglichkeiten bietet. Keine Anwesenheitspflicht in der Universität, ist ja schön und gut, aber Zuhause das ganze Skript nacharbeiten? Mühevoll versuchen die Foliensätze zu einzelnen Vorlesungen zu enträtseln und das ohne jegliche Erklärungen? Optimal wäre es doch, wenn es eine Möglichkeit gäbe die Vorlesung Zuhause anzuhören ohne vorher in der Uni gewesen sein zu müssen, um diese aufzunehmen. Das Lernen mit Podcasts scheint eine effiziente Lösung darzustellen. Das Nacharbeiten und Wiederholen von Vorlesungen wird den Studenten mit Hilfe der Aufnahmen erleichtert. Außerdem erscheint auditives Lernen neben dem ewigen Lesen als  attraktive Abwechslung. Ähnlich wie Nachhilfeunterricht, bloß kostenfrei und direkt an Ort und Stelle, da dem Träger die aktuellste Episode direkt zugestellt wird, wenn der Podcast abonniert ist. Die Nutzung des Podcasts kann die Qualität der Lehre so verbessern.

Die Entwicklungen zeigen, dass Podcasts von Studenten sowie Lehrenden positiv angenommen und bereits als Ergänzung der Präsenzlehre und zur privaten Weiterbildung genutzt werden. Laut der Ergebnisse der 2. Podcast Umfrage wurden bereits 2006 Podcasts neben der Unterhaltung (86%) am häufigsten zu Informationszwecken genutzt (82%). Aber gerade in den letzten 2 Jahren hat das Podcasting eine Revolution erlebt. Dies gilt vor allen Dingen für die neu entstandenen Formate, die neben der Bereitstellung eines Kanals von PädagogInnen oder Lehrenden, sondern auch einen Rückkanal eröffnet, so dass für die Podcast-Nutzer aktiver Umgang mit dem Medium möglich wird.

Da die Nutzung mobiler Endgeräte immer alltäglicher wird ist darauf zu schließen, dass sie auch in Zukunft vermehrt im Gebrauch für Lernzwecke eingesetzt werden werden.

Interview via Internet

Interview via Internet

Normalerweise sitzt man seinem Interviewpartner persönlich gegenüber und kann mit ihm Face to Face kommunizieren. Ich habe gelernt, dass es auch anders geht.

Im Zuge unseres Medienprojekts, „Was macht ein Pädagoge?“, wurden Interviews mit Pädagogen aus verschiedenen Fachrichtungen geführt. Einige davon wurden, so wie man es üblicherweise macht, mit dem Interviewten persönlich von Angesicht zu Angesicht durchgeführt. Andere Interviews haben wir mit Hilfe des Internets vollzogen. Wir wollten möglichst viele Pädagogen interviewen, aufgrund dessen haben wir auch zu Pädagogen Kontakt aufgenommen die nicht durch eine kurze Auto- oder Zugfahrt erreichbar waren. Da Essen und Hamburg oder Bremen nicht um die Ecke liegen haben wir unsere Gesprächspartner dort via Skype interviewt.

Skype ermöglicht es über das Internet mit Menschen aus aller Welt zu kommunizieren. Über Skype kann man chatten aber auch telefonieren. Es ist sogar möglich den Anderen während eines Telefonats zu sehen, wenn man die Webcam einschaltet.

Beide Interviewarten haben Vor- und Nachteile und beide Interviewarten wurden aufgezeichnet. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man bei einem Face to Face Gespräch sehr nervös sein kann. Dieses Gefühl hat man vor allem dann, wenn man im Vorfeld nur E-Mail Verkehr mit dem Interviewpartner hatte. Überlegungen übder das Aussehen und den Charakter des Interviewten gehen einem nicht aus dem Kopf. Desweiteren fragt man sich, wie er wohl auf die Fragen reagiert. Gestik und Mimik können einen Interviewleiter schnell aus dem Konzept bringen, da man diese schnell falsch interpretieren kann. Die Reaktionen auf eine Frage können aber auch von Vorteil sein. Da man eine Frage noch verständlicher ausdrücken kann, wenn man merkt, dass sie nicht verstanden wurde. Wenn man den Interviewpartner im Vorfeld schon persönlich kennengelernt hat oder schon aus anderen Situationen kennt, ist die Nervosität nicht bemerkenswert. Dennoch hofft man auch dann, dass das Interview ohne besondere Störungen und Komplikationen verläuft. Die persönlichen Interviews wurden meist in den Räumen des Interviewten durchgeführt. Es war wichtig, dass jegliche Störungen von Außen unterbunden wurden. Denn jedes Geräusch macht es hinterher schwieriger sich auf das aufgenommene Interview zu konzentrieren. Im schlimmsten Fall übertönen die Geräusche die Stimmen. Die Face to Face Interviews wurden mit Auphonic aufgenommen.

Das zuletzt genannte Problem wurde auch bei dem Interview via Skype deutlich. Meiner Meinung nach war es in diesem Fall sogar noch bedeutender Nebengeräusche zu vermeiden. Zur Aufnahme des Interviews nutzten wir den MP3 Skype Recorder.

Skype Recorder

Während des Interviews befanden wir uns in einem stillen Raum, alle Fenster und Türen waren geschlossen, damit auch wirklich keine Fremdgeräusche die Aufnahme störten. Während des Interview haben wir die Webcam nicht genutzt. Die Nervosität die ich bei einem Face to Face Interview spüren konnten, empfand ich bei dem Interview über Skype kaum. Meiner Meinung liegt das daran, dass eine unüberwindbare Entfernung zwischen den Interviewpartner bestand, da man ihn nicht gesehen hat. Nachteilig daran ist, dass auch die Reaktionen, Gestik und Mimik für den jeweiligen Beteiligten nicht sichtbar waren. Eine Unsicherheit musste deutlich angesprochen werden und wurde somit auch aufgenommen. Ein weiterer Nachteil ist, dass eine sichere Internetverbindung bestehen musste. Ist das nicht gewährleistet, bricht das Interview ab und muss von neuem gestartet werden. Bei einem Neustart geht die Spontanität verloren und das Gespräch könnte wie einstudiert wirken. Ein besonderer Vorteil ist die Erreichbarkeit. Es ist möglich auch mit Menschen zu kommunizieren die sich in anderen Ländern oder Städten befinden, die nicht mal eben zu erreichen sind.

Skype telefonat

Abschließend ist zu sagen, dass beide Arten der Interviews nutzbringend sind. Ein Interview über Skype zu führen war eine gelungene Abwechslung zu der üblichen Weise. Beide Arten der Interviewführung sind zu empfehlen.