„Wir möchten, dass der Raspberry Pi® Zugang zu den Schulen bekommt und im Unterricht eingesetzt werden kann“… und wir wissen jetzt auch wie!

Da es sich um meinen ersten Blogeintrag handelt, möchte ich zunächst über den Prozess berichten, in dem ich mich mit dem Raspberry Pi® auseinandergesetzt und seine Fähigkeiten kennengelernt habe sowie mein „Bild“ vom Raspberry Pi® reflektieren. Dann werde ich die neusten Ergebnisse unseres Medienprojektes darstellen.

Ich kannte den Raspberry Pi® nicht. Für mich war alles neu. Für ein grundlegendes Verständnis musste ich mir erst einmal seine technischen Fähigkeit zu Gemüte führen und erfahren warum es ihn überhaupt gibt. Ich stöberte durch das Internet…

Dank einiger Recherchen in Computerforen und auf raspberrypi.org , konnte ich mir ausreichend technische Kenntnisse über den Raspberry Pi® aneignen, sodass ich mich wieder auf das eigentliche Medienprojekt konzentrieren konnte: „Wie kann man den Raspberry Pi® sinnvoll im pädagogischen Setting einsetzten?“ Ich verabschiedete mich von den Internetseiten, die zeigten, wie vielseitig der Raspberry Pi® sein und wofür man ihn alles nutzen kann.

Doch welche Intention steckt eigentlich hinter dem Raspberry Pi®? Diese Frage führte mich wieder zurück auf den „pädagogischen Weg“:

Schnell wurde deutlich: „[…] One of the primary goals of Raspberry Pi® ist to encourage people to learn to program […] in a sort of „frustration-free“ environment […]“ (Robert Mullins, Co-Founder, Raspberry Pi Foundation). [„Frustration-free“, das hörte sich doch schon einmal gut an.] An einigen Schulen, besonders in Großbritanien oder den USA, konnten schon viele Schüler*innen von der Idee der Entwickler profitieren. Die Schüler*innen sammelten erste Erfahrungen mit der „neuen Kulturtechnik“ (Umgang mit dem Computer; Programmnieren). Besonders gut gefällt mir das Projekt „Girls for Raspberry Pi®“ der TEDxCharlotteED. Es bot Schülerinnen die Gelegenheit kreativ zu sein, in einem Bereich, der immernoch sehr männlich dominiert ist. Bei der Vorstellung ihrer Projekte erkennt man schnell, welche Leidenschaft und welches Engagement die Schülerinnen für die Informatik/ Technik entwickeln – „[…] we want our students […] to be technology creators, not just consumers […]“ (Tom Dubick) Hier das Video.

Zwischenfazit: Was halte ich vom Raspberry Pi®?

Digitale Medien sind fester Bestandteil des 21. Jahrhunderts. Sie bieten uns völlig neue Möglichkeiten der Kommunikation oder Kreativität. Aber sie haben auch Potenzial für Bildungs- und Lernprozesse. Auch wenn die Kinder unserer Zeit als „digital natives“ mit Medien aufwachsen und schon früh ein Gespür entwickeln (können) heißt das nicht, dass sich eine wirkliche tiefgreifende und vollumfängliche Medienkompetenz „einfach so“ auspräge: „Sie muss erlernt werden!“ (Boris Kraut, S.1) Bei zunehmender sozialer (Bildungs-) Ungerechtigkeit sollte die Institution Schule in der Verantwortung stehen, allen Kindern den Zugang zu digitalen Medien und dem Internet zu ermöglichen und zudem Medienkompetenz zu vermitteln. An dieser Stelle kommt der Raspberry Pi® ins Spiel, der als preisgünstige Alternative zu PC & Co im Unterricht genutzt werden kann. (Dieser Aspekt soll nicht weiter ausgeführt werden, da meine Projektpartnerinnen darya und melanie dies schon in ihren Blogs getan haben oder auch franziska.) Allerdings gilt es nicht nur die Schüler*innen anzusprechen, sondern auch die Lehrer*innen. „Chaos macht Schule“ betont: „Lehrer brauchen ein attraktives Weiterbildungsangebot – und zwar nicht nur für ältere Lehrergenerationen: Wie bei den Schülern hat sich auch bei den Lehrern die Hoffnung auf „digital natives“ nicht erfüllt.“ (Boris Kraut, S.2) Respektive wir müssen einen Weg finden, Lehrer*innen aktiv anzusprechen, um sie zur Auseinandersetzung mit digitalen Medien in der Schule zu animieren.

Wie können wir im Rahmen unseres Medienprojekts die Vorteile des Raspberry Pis® für Schulen bekannt machen und Lehrer*innen einen Zugang verschaffen?

Wir kamen zu dem Schluss, dass dieser Blog quasi gleichzeitig ein Mittel sein soll, andere (insbesondere Lehrer*innen) anzusprechen und zu der Auseinandersetzung mit dem Raspberry Pi® zu animieren. (Wenn wir das schon hinbekommen, dann Sie ja wohl auch.)

Des Weiteren: Wir wollen Images erstellen, die den Raspberry Pi® „startklar“ für den Unterricht in Grundschulen machen sollen. D.h. wir stellen Images zur Verfügung, die ein angepasstes Betriebssystem (Raspbian wheezy), Einführungen in die Arbeit mit Minecraft und CGompris im Unterricht sowie Vorschläge für Übungen und Aufgaben enthalten. (Minecraft und CGompris werden im nächsten Blog genauer dargestellt.) Die Images werden in diesem Blog als Download bereit gestellt. Sie laden sie einfach auf ihre SD-Karte und schon kann das Image in der Schule mit Hilfe des Raspberry Pis® und eines Beamers (z.B.) genutzt werden.

Wir hoffen, dass wir den Lehrer*innen/ Ihnen auf diese Weise einen Zugang zum Raspberry Pi® sowie Minecraft und GCompris schaffen können!

 

 

 

2 Gedanken zu „„Wir möchten, dass der Raspberry Pi® Zugang zu den Schulen bekommt und im Unterricht eingesetzt werden kann“… und wir wissen jetzt auch wie!

  1. Guido

    Guter Artikel, der mich auf eine Idee gebracht hat. Du schreibst oben von verschiedenen Raspberry Pi Projekten in den USA und fügst auch ein Beispiel an. Magst du das nicht in einem weiteren Artikel ausführen und eine Beispielsammlung zusammenstellen, wie der Raspberry im Unterricht eingesetzt wird. Gerne auch mit entsprechenden Videos und Bildern. Übrigens ein Artikelbild wäre noch schön.Das mit den Link zu den Quellen ist sehr gut.

    Antworten
  2. Pingback: | Raspberry Pi®-Projekte in Schulen | Medienprojekt 2013

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.