Wie sieht computergestützte Industrie aus? Wir haben die Lernfabrik der RUB besucht. Hier geht es nicht nur um die technische Erforschung neuer Fertigungstechniken, sondern die Universität forscht interdisziplinär daran, wie Mensch und Maschine zusammenarbeiten, wo der Einsatz von Maschinen wirkliche Vorteile bringt und welche Auswirkungen die Digitalisierung auf den Arbeitsalltag hat.

An einer Modell-Fertigungsstraße erforschen die Wissenschaftler der Uni CAD- und Augmented-Reality-gestützte Fertigungsprozesse, hier am Beispiel eines Flaschenverschlusses.

  Die Lernfabrik produziert nicht nur zu Forschungszwecken, sondern auch für reale Anwendungen. Beispielsweise fräst sie Schädelimplantante aus Titanstahl. Ein Roboter hat gelernt, unsortiert in einem Kasten liegende Objekte zu erkennen und zusammenzubauen. Im Beispiel unten greift er USB-Sticks aus einer Kiste, versieht sie mit Kappen und steckt die zusammengesetzten Sticks in eine Halterung. Die Flexibilität des Druckers hat allerdings ihre Grenzen. So erkennt er zwar die durcheinanderliegenden Sticks, bemerkt es aber nicht, wenn die Halterung nicht an der vorgesehenen Position ist. 

Die RUB untersucht auch ungewöhnliche Kombinationen von Fertigungstechniken. Im unten stehenden Foto wurde ein Industrieroboter mit einem handelsüblichen 3D-Druckkopf ausgestattet. Ziel ist es, waagerechte 3D-Drucke zu erzeugen und damit Reparaturen direkt an Ort und Stelle vornehmen zu können.
Ähnlich wie im Planspiel des Seminars schlüpfen die Forscherinnen in verschiedene Rollen eines Betriebs und untersuchen das Zusammenspiel.

Am Ende steht eine Evaluation.

Natürlich steht die RUB auch im internationalem Austausch. Hier geht es neben wissenschaftlicher Arbeit auch um menschliche Kontakte. Die Lernfabrik zeigt einige Gastgeschenke und Trophäen solcher Begegnungen.

Veröffentlicht von jochim

Chaos Computer Club, Cryptoparty, Datenschutz

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