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Cryptoparty – feiern, als wäre der 31.12.1983

Computer, Verschlüsselungstechniken und Party – drei Begriffe, die man nicht spontan miteinander kombiniert, und dennoch ist es genau das, was man erreichen möchte: Verschlüsselung soll nicht ein trockenes IT-Thema bleiben, dem man sich nur in nüchternen Seminarräumen widmet, sondern die Leute sollen einen entspannten, fast spielerischen Zugang bekommen.

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Selbststeuernde Fahrzeuge – Segen oder Fluch?

Inzwischen hat jeder Wagen der gehobenen Mittelklasse Spurhalteassistenten, Abstandshalter und Einparkhilfen. Tesla stellt seit einigen Jahren Serienfahrzeuge her, die fast allein ihren Weg durch den Verkehr von US-Kleinstädten finden und nur noch in Ausnahmesituationen menschliche Interaktion benötigen. Umso spektakulärer sind die Unfälle, wenn Menschen sich blind auf das Auto verlassen und auf dem Rücksitz herumkramen, während der Fahrassistent eine Situation katastrophal falsch einschätzt und unter einem LKW durchzufahren versucht, weil er ihn für ein niedrig hängendes Straßenschild hält.

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Wahlcomputer – wirklich eine gute Wahl?

Spätestens, wenn es mehrere Stimmen gibt, wenn Kumulieren und Panaschieren möglich sind und wenn Wahlzettel einen halben Meter lang sind, stellt sich die Frage, ob das nicht viel einfacher geht. Immerhin gibt es doch Computer, die sind doch wie geschaffen, dass man ein paar Häkchen setzt, und unmittelbar nach Schließen der Wahllokale kennen wir das Ergebnis. Wenn wir genauer darüber nachdenken: Wozu brauchen wir überhaupt noch Wahllokale? Wir haben doch alle internetfähige Computer, Smartphones und Tablets, da ist es doch viel billiger und bequemer, mit ihnen zu wählen. Vollbitverschlüsselt. Garantiert sicher. Was kann da schon schiefgehen?

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Dimensionierung von Intelligenz

Bei CRUSE, DEAN und RITTER wird die Frage gestellt, ob „Intelligenz eine einheitliche, unteilbare Fähigkeit“ ist, oder ob „sie die Summe vieler Einzelfähigkeiten“ (Cruse/Dean/Ritter, 1998: S.16) darstellt. Die Erkenntnisse der Neurophysiologie hat den Forschern, die sich mit Intelligenz beschäftigen, diese Trennung schon fast in den Mund gelegt, sie gehen nämlich davon aus, dass unterschiedlichen Bereichen unseres Gehirns unterschiedliche Aufgaben zu kommen. Auch die drei oben genannten Autoren kommen zu dem Schluss, den Begriff Intelligenz zu dimensionieren: Weiterlesen

Social Bots und Fake News

Social Bots, selbstverständlich von den fiesen Russen programmiert – von wem sonst? Hate Speech – für einige ist das im Prinzip alles, was im Ton etwas schärfer wird und das eigene intellektuelle Kartenhaus ins Wanken bringt. Fake News, im Deutschen gern mit „Falschmeldung“ übersetzt – alles verbieten. Doch was passiert, wenn man jede „Falschmeldung“ kategorisch verbietet? Wer definiert, was „falsch“ ist? Fundamentalchristen lehnen die Evolutionslehre als „falsch“ ab. Dürfen wir deswegen in den Schulen nicht mehr die „Fake News“ über das Zustandekommen unserer Spezies verbreiten? Zeit für eine Begriffsdefinition.

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Big Data – Struktur im Chaos finden

Big Data gilt als das Wundermittel, wenn es darum geht, neues Wissen aus großen Datenmengen zu extrahieren. Man müsse nur intensiv genug auf die Daten starren, heißt es, und schon zeigten sich die erstaunlichsten Fakten. Was ist dran an diesen Verheißungen? Was kann diese Form der Datenanalyse leisten und was nicht?

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Auswertung zu „War Games“

Hat Joshua intelligent agiert?

Ja, weil

  • er die Transferleistung von Tic-Tac-Toe auf den Atomkrieg vollzog.
  • Intelligenz nicht unbedingt Hochintelligenz bedeuten muss
  • er mit dem Programmierer freundschaftlich spricht und das in der Programmierung nicht vorgesehen war
  • er am Ende einen Selbsterhaltungstrieb zeigt
  • er eine Bewertung von Sinnhaftigkeit vornimmt

Nein, weil

  • er nur auf die Fragen reagiert hat, die ihm einprogrammiert worden waren.
  • er stur in eine Richtung dachte
  • Lernen keine Intelligenz ist
  • er nur so intelligent ist wie seine Programmierung
    ihm Softskills fehlten und er keine moralische Wertung vornimmt
  • er zwischen Spiel und Realität nicht unterscheidet

Weitere Argumente und Fragen

  • Empathie muss nicht das Gleiche sein wie Intelligenz
  • Es gibt verschiedene Konzepte von Intelligenz
  • Hat eine intelligente Maschine das Recht auf Selbsbestimmtheit?

Zum Weiterdenken: Der freie Wille

Im Laufe der Diskussion kam die Frage auf, ob es überhaupt einen freien Willen gibt oder ob sich theoretisch vorherberechnen lässt, wie wir Menschen uns in allen möglichen Situationen entscheiden, es also keinen freien Willen gibt. Experimente haben gezeigt, dass wir unbewusst eine Handlung bereits starten, noch bevor uns bewusst ist, dass wir uns für diese Handlung entscheiden. Wie das genau funktioniert, lässt sich zum Beispiel in der Wikipedia nachlesen: Das Libet-Experiment. Hier noch ein kurzes Erklärvideo zum freien Willen. Es zeigt sich, dass die Streitfrage, ob der Ablauf des ganzen Universums immer zwingend Ursache und Wirkung folgt und damit vorherbestimmt (deterministisch) ist oder ob es doch so etwas wie einen freien Willen und Zufälligkeiten gibt, trotz des Libet-Experimentes weiterhin offen und umstritten ist.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=mwZPZ6SWfDc